28.09.12

Opel

Mit neuen Automodellen gegen die Krise

Absatzflaute auf dem Automarkt trifft Opel hart. Neuheiten wie der Adam oder der SUV Mokka sollen auf die Erfolgsspur zurückführen.

Foto: DPA
Opel
Opel Adam: Das neue Modell aus Rüsselsheim ist ab 11.500 Euro zu haben

Paris/Rüsselsheim. Mit neuen Modellen in boomenden Segmenten will der Autobauer Opel seine schwere Absatzschwäche überwinden. "Ein wichtiger Bestandteil unserer Produktoffensive ist der neue Mokka, der Anfang Oktober auf den Markt kommt", sagte Opel-Marketingvorstand Alfred E. Rieck am Freitag auf dem Pariser Autosalon. Der neue Hoffnungsträger soll helfen, die Absatzziele in diesem Jahr zu erreichen: "Wir werden in diesem Jahr erneut mehr als eine Million Autos verkaufen", betonte Rieck. 2011 hatte Opel rund 1,2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt.

Für das kommende Jahr gibt die Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) bisher keine Prognose. Für Rückenwind soll dann aber auch der Kleinwagen Adam sorgen, der in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt wird und von Januar an in Eisenach vom Band laufen soll. Das Auto kann seit diesem Donnerstag bestellt werden.

Mit dem Stadtflitzer will Opel den Modellen Citroën DS3, Mini oder Fiat 500 Konkurrenz machen. Einen der herausragenden Vorzüge sieht Rieck in der Vielfältigkeit des Adam: "Die erste und wichtigste Idee hinter dem Adam ist, dass er mehr als jedes andere Auto auf dem Markt individualisiert werden kann." Allein für den äußeren Look hätten Kunden mehr als 30 000 Variationsmöglichkeiten.

Für den kompakten Sport-Geländewagen (SUV) Mokka, der etwa gegen den Nissan Juke oder den Skoda Yeti konkurrieren soll, lagen der Adam Opel AG Ende August 25 000 Bestellungen vor. Neuere Zahlen will Rieck bisher nicht nennen. "SUVs nehmen an Beliebtheit zu. Europa ist nicht gerade ein Markt für große Fahrzeuge. Insofern ist der Mokka genau die richtige Antwort für Europa", sagte Rieck. Die relativ hohen Zahl von Bestellungen noch vor der Markteinführung zeige, dass der Mokka ein Treffer sei.

Opel-Chef Thomas Sedran hatte Anfang September den neuen Unternehmensplan "Drive Opel 2022" vorgestellt. Neben Kostensenkungen etwa beim Personal und in der Fertigung sind neue Modelle in zuletzt vernachlässigten Segmenten ein wesentlicher Kern dieses Plans. "Bis 2016 werden wir 23 neue Modelle einführen und drei neue Motorenfamilien", sagte Rieck. Unter anderem will Opel im März 2013 wieder ein Cabrio mit dem Namen Cascada in den Verkauf bringen. Unter dem Adam ist noch ein Kleinstwagen (Citycar) geplant.

GM hatte im zweiten Quartal in seinem Europageschäft mit Opel und Vauxhall einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar (294 Mio Euro) geschrieben. Im ersten Quartal hatte der Verlust noch bei 256 Millionen Dollar gelegen.

Von Lutzmann bis Manta: Legendäre Opel-Modelle
Von Lutzmann bis Manta: Legendäre Opel-Modelle
In seiner 150 Jahre währenden Geschichte hat Opel eine ganze Reihe von Modellen gebaut, die aus dem automobilen Einerlei herausragten. Eine kleine Auswahl wichtiger und typischer Modelle:
Der Lutzmann:
Der Lutzmann Patentmotorwagen war 1898 das erste von Opel produzierte Auto, konstruiert von dem Dessauer Autopionier Friedrich Lutzmann, dessen Anhaltinische Motorwagenfabrik vom florierenden Fahrrad- und Nähmaschinenhersteller Opel aufgekauft worden war.
Der Laubfrosch:
Der Laubfrosch war ab 1924 das erste deutsche Auto, das am Fließband gebaut wurde. Das mutmaßliche Plagiat eines Citroën-Modells wurde in grüner Lackierung verkauft und machte wegen seines vergleichsweise günstigen Preises Opel zum größten Autohersteller im deutschen Reich.
Kapitän, Admiral, Diplomat:
Die Modelle Kapitän, Admiral und Diplomat konkurrierten in der Oberklasse bis 1977 mit den Limousinen von Mercedes-Benz. Mindestens sechs Zylinder waren bereits in den 30er-Jahren Pflicht, der Diplomat verfügte in den 70ern sogar über einen 8-Zylinder von Chevrolet. Nach dem Weltkrieg war das Design der Opel-Straßenkreuzer zeitweise sehr amerikanisch.
Olympia:
Olympia war 1935 der erste deutsche Serienwagen mit selbsttragender Stahlkarosserie und wurde nach dem Krieg als Rekord nach US-Vorbildern neu entwickelt. Bis heute Kult bei Youngtimer-Freunden ist der bis 1972 gebaute Rekord C, der auch als Coupé zu haben war.
Kadett/Astra:
Die erfolgreichste Baureihe Kadett/Astra startete 1962 als Käfer-Herausforderer im neu errichteten Werk Bochum. Erfolgreich war und ist der 1991 in Astra umgetaufte Millionenseller auch als Coupé und Caravan. Ein bereits vor dem Krieg gebauter Kadett wurde später als Moskwitsch 400 auf den alten Bändern in der Sowjetunion gebaut.
Mit unterschiedlichen Typen des Mittelklasse-Wagen Ascona gewann Rallyefahrer Walter Röhrl Europa- wie auch Weltmeisterschaft. Das technisch identische Coupé Manta eignete sich vor allem in der späteren Variante Manta B besonders für Tuningversuche halbstarker Möchtegern-Rennfahrer. (dpa)
dpa/abenblatt.de
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