Kommunen erleichtert
Versicherung muss für Bergung der "Waldhof" zahlen
Die technisch schwierige Bergung des havarierten Schiffes zog sich 33 Tage hin. Der Tanker war mit 2378 Tonnen Schwefelsäure beladen.
Der auf dem Rhein gekenterte Säuretanker "Waldhof" war laut einem Gutachten hoffnungslos überladen. Die Bergung war schwierig
Foto: dpa
Bad Ems. Die Versicherung der Reederei des havarierten Rhein-Säuretankers „Waldhof“ muss den betroffenen Kommunen alle Bergungskosten erstatten. Insgesamt gehe es um mehr als 300.000 Euro, teilte die Rhein-Lahn-Kreisverwaltung am Dienstag in Bad Ems mit. Beteiligt an der Bergung des Schiffes, das am 13. Januar im Mittelrheintal kenterte, waren die Verbandsgemeinden St. Goar-Oberwesel, Rheinböllen, Rhens, Loreley und Braubach, die Städte Lahnstein und Boppard sowie die Kreisverwaltungen Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn. Auch das Technische Hilfswerk (THW) bekomme seine Kosten erstattet.
Die technisch schwierige Bergung des beim Loreleyhafen von St. Goarshausen havarierten Schiffes zog sich 33 Tage hin. Der Tanker war mit 2378 Tonnen Schwefelsäure beladen. Zwei Mitglieder der Besatzung hatten sich retten können. Ein 63-Jähriger wurde einen Monat später tot im Wrack geborgen. Vom vierten Matrosen fehlt trotz umfangreicher Suchaktionen bis heute jede Spur.
Einem Gutachten zufolge kam es zu der Havarie, weil der Chemietanker überladen war. Wie der Leiter der Koblenzer Staatsanwaltschaft, Horst Hund, am Dienstag mitteilte, dauern die Ermittlungen wegen mutmaßlicher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung sowie Gefährdung des Schiffsverkehrs an. Über eine Anklageerhebung sei noch nicht entschieden.



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