04.12.12

Königlicher Nachwuchs

Kate ist schwanger - England bekommt einen Thronfolger

Nun ist es offiziell: Prinz William und Kate erwarten Nachwuchs. Die 30-jährige Herzogin musste wegen Übelkeit in eine Klinik.

Foto: Getty Images
Bald Eltern: Prinz William und seine Ehefrau Kate im November bei ihrem Besuch im Herzogtum Cambridge. Ob sie auch deshalb so glücklich wirkten?
Bald Eltern: Prinz William und seine Ehefrau Kate im November bei ihrem Besuch im Herzogtum Cambridge. Ob sie auch deshalb so glücklich wirkten?

London. Herzogin Kate und Prinz William erwarten ihr erstes Kind. Das teilte Williams Büro Clarence House gestern in London mit. Die Schwangerschaft sei in einem sehr frühen Stadium. Das Baby wird die Nummer drei in der britischen Thronfolge werden. Königin Elizabeth II., 86, die gesamte königliche Familie und die Angehörigen von Kate, 30, zeigten sich hocherfreut. Für die Queen ist es der dritte Urenkel.

Die Schwangerschaft der Herzogin scheint in ihrer frühen Phase etwas kompliziert zu sein. Die werdende Mutter musste ins King-Edward-VII.-Hospital gebracht werden, weil sie an einer extremen Form von Schwangerschaftsübelkeit leidet. William war in den ersten Stunden bei ihr.

Für viele Beobachter ist diese Form der Erkrankung auch der Grund, warum die Schwangerschaft schon jetzt bekannt gegeben wurde. Allgemein wird angenommen, dass Kate noch nicht über die Zwölf-Wochen-Grenze hinweg ist, die normalerweise für solche Botschaften abgewartet wird. Sie wird noch einige Tage im Krankenhaus bleiben, um mit Infusionen behandelt zu werden, die den Flüssigkeitsverlust durch das häufige Erbrechen ausgleichen. Auch anschließend wird sie sich schonen müssen. Ob Kate einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt bringen wird, blieb zunächst unklar. Für die Thronfolge ist diese Frage jedoch unerheblich: Nach einer Übereinkunft der Regierungen der 16 Länder, in denen die Queen Staatsoberhaupt ist, wird das Erstgeborene des Paares automatisch Nummer drei der Thronfolge, hinter Charles und William und noch vor dessen Bruder Harry. Die Regelung ist zwar bisher nicht in britisches Gesetz umgesetzt. Rechtsexperten sind zurzeit uneinig, ob dies überhaupt nötig ist. Wenn ja, gilt sie als unumstritten. Nach altem Recht wäre ein Mädchen nur dann Königin geworden, wenn es keinen jüngeren Bruder mehr bekommen hätte.

Eineinhalb Jahre nach ihrer prunkvollen Hochzeit im April 2011 kann Kate nun ihrer wichtigsten Dienstpflicht als Ehefrau der Nummer zwei der britischen Thronfolge nachkommen: Sicherstellung der Erbfolge. Dafür haben sich Kate und William schon vergleichsweise viel Zeit gelassen. Prinz Charles war mit seiner damaligen Frau Diana weitaus produktiver: William, 30, wurde bereits elf Monate nach der Hochzeit (29. Juli 1981) seiner Eltern Charles, 64, und Diana (1961-1997) geboren.

Seit Monaten ist über eine mögliche Schwangerschaft von Kate spekuliert worden. Das Paar wurde seit Monaten bei jedem seiner öffentlichen Auftritte unter die Lupe genommen. Bei offiziellen Besuchen wie zuletzt in der Universitätsstadt Cambridge gab es immer wieder mehr oder weniger gut gemeinte Winks mit dem Zaunpfahl. Zuletzt bekam William von einem Fan einen selbst gestrickten Strampelanzug mit der Aufschrift "Daddys Little Co-Pilot". Sein Kommentar: "Ich behalte ihn mal." Jetzt ist es amtlich, und der Zeitpunkt günstig. Die Olympischen Sommerspiele in London sind Geschichte, ebenso die Feierlichkeiten zum diamantenen Thronjubiläum der Queen. Mitte 2013 beendet William in Wales seinen Dienst als Fliegerhauptmann und Hubschrauberpilot. Und dann ist auch die neue Wohnung im Kensington-Palast einschließlich Kinderzimmerflucht bezugsfertig.

Die Freude über den Nachwuchs ist in Großbritannien riesig. Premierminister David Cameron sagte: "Sie werden wundervolle Eltern sein." Auch der Vorsitzende der oppositionellen Arbeiterpartei, Ed Miliband, zeigte sich zufrieden: "Ein Königsbaby ist etwas, das die ganze Nation feiern wird." Auch von deutschen Prominenten kamen die ersten Gratulationen online. Tennisspieler Boris Becker etwa zeigte auf einem Bild beide Daumen für William und Kate und schrieb: "Ich wünsche ihnen nur das Beste." Tausende Nutzer sozialer Netzwerke im Internet freuen sich mit Prinz William und Kate über ihr Babyglück. Auf der Facebook-Seite des Königshauses kommentierten die Nutzer mit "Gefällt mir"-Bewertungen im Sekundentakt die Nachricht.

Bei seinen Untertanen ist William sogar noch beliebter als die Queen, ergab vor Kurzem eine Umfrage. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos Mori befragte dazu 1014 repräsentative Erwachsene in Großbritannien: Welche zwei oder drei Mitglieder des Königshauses mögen sie am liebsten? Das Ergebnis: Prinz William 62 Prozent, die Queen 48 Prozent, Prinz Harry 36 Prozent, Kate 23 Prozent, Prinz Charles 21 Prozent, Prinzessin Anne 14 Prozent, Prinz Philip elf Prozent, Prinz Andrew zwei Prozent, Camilla zwei Prozent, Prinz Edward ein Prozent. Prof. Roger Mortimer von der Londoner Uni King's College, in dessen Auftrag die Umfrage stattfand: "Viele hätten gern William als nächsten König. Er ist jung, sieht gut aus und ist volksnah. Junge Menschen können etwas von sich selbst in William und Kate sehen. Sie können sehen, dass die Monarchie moderner aussieht als früher."

(HA/P.M.)
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