Do, 15.11.12, 20.53

Massenkarambolage Nach Unfall bei Nebel und Blitzeis: A38 wieder frei

Mehrere Fahrzeuge krachen bei Nebel und Glätte auf der Südharzautobahn ineinander. Nach stundenlanger Sperrung ist die A38 wieder frei.

Eisleben/Berga. Bei Blitzeis und dichtem Nebel sind am Donnerstag auf der Autobahn 38 (Halle-Göttingen) Dutzende Autos ineinandergekracht – ein Mensch starb, 39 wurden verletzt. Häufige Ursache für die vielen Unfälle auf einem rund 50 Kilometer langen Abschnitt zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen: zu hohes Tempo, zu wenig Abstand. Mehr als zwölf Stunden war die Strecke gesperrt. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst nichts sagen.

Etwa 70 Menschen, 42 Autos und 8 Laster waren nach Erkenntnissen der Polizei in eine Massenkarambolage bei Eisleben (Sachsen-Anhalt) verwickelt. Dabei wurden 31 Menschen verletzt, mindestens vier von ihnen schwer. Nach Angaben einer Sprecherin der Autobahnpolizei in Weißenfels kamen 22 Menschen mit leichten Verletzungen in umliegende Krankenhäuser.

An den Unglücksstellen kümmerten sich unzählige Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten und freiwillige Helfer um die Opfer, die bei Kälte und Nebel ausharren mussten. Die Südharzautobahn musste wegen der komplizierten Bergungsarbeiten zwischen Querfurt und Eisleben in Richtung Göttingen und Halle voll gesperrt werden.

Um so schnell wie möglich helfen zu können, wurden Menschen noch auf der Autobahn in eigens dafür georderten Bussen medizinisch behandelt. "Viele standen auch unter Schock. Sie wurden auch versorgt mit Tee, Decken und was zu essen", sagte die Polizeisprecherin. Auslöser des Massenunfalls soll ein Unfall gewesen sein, dann krachten gegen 7.45 Uhr weitere Fahrzeuge ineinander.

Zwischen Berga und Heringen an der Landesgrenze von Thüringen und Sachsen-Anhalt gab es laut Polizei etwa zehn Unfälle in beide Richtungen mit gut 30 Fahrzeugen. Dabei wurden acht Menschen verletzt. Ein 74 Jahre alter Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Auch hier wurde die A38 voll gesperrt. Auf Umleitungsstrecken kam es zu Staus und weiteren Unfällen.