21.02.13

2. Fussball-Bundesliga

Schock für St. Pauli: Hoffnungsträger Boll fällt aus

Auch das noch: Im ersten Abstiegs-Endspiel gegen Frankfurt fehlt der Kapitän mit Grippe. Drei weitere Leistungsträger fallen ebenfalls aus.

Foto: WITTERS/Witters Sport-Presse-Fotos
Fussball
Fabian Boll wird gegen den FSV Frankfurt nicht mitmischen können

Hamburg. Es hätte schlimmer kaum kommen können: Die Personalprobleme beim FC St. Pauli werden immer größer. Im Heimspiel am Freitag gegen den FSV Frankfurt (18.00 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) kann auch der gerade wiedergenesene Kapitän Fabian Boll wegen eines grippalen Infektes nicht spielen. "Das ist bitter für Boller, weil er sich gerade wieder herangekämpft hat. Aber ich werde nicht jammern oder mich beklagen. Jetzt kommen die nächsten Jungs rein und werden ihre Chance hoffentlich nutzen", sagte Trainer Michael Frontzeck.

Boll ist einer von vier Leistungsträgern, auf die Frontzeck verzichten muss. Neben dem Kapitän fallen die gesperrten Innenverteidiger Markus Thorandt und Florian Mohr aus. Der offensive Mittelfeldspieler Fin Bartels fehlt wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel. "Ich hasse nichts mehr, als herumzujammern. Die Situation ist, wie sie ist. Wenn Spieler ausfallen, dann kommen die nächsten dran", sagte Frontzeck. In der Innenverteidigung werden Christopher Avevor und Jan-Philipp Kalla auflaufen (Abendblatt berichtete). Auf der linken Abwehrseite kommt Sebastian Schachten zum Zuge, rechts spielt Patrick Funk oder Kevin Schindler.

Florian Kringe, der unter André Schubert auch schon in der Außenverteidigung zum Einsatz kam, wird als Spielgestalter im defensiven Mittelfeld bleiben. "Flo kann ein Spiel lenken. Er kann das Tempo variieren und ist mit seiner Erfahrung im Zentrum sehr wichtig für die Mannschaft", begründete Frontzeck die Entscheidung. "Ich habe auch noch Luft nach oben. Das weiß ich, aber ich werde wieder alles geben und alles in die Waagschale werfen, um der Mannschaft zu helfen", sagte Kringe am Donnerstag.

Unter den Anhängern des FC St. Pauli geht die Angst vor dem Absturz in die Dritte Liga um. Aus den ersten fünf Partien der Rückrunde haben die Hamburger nur zwei Punkte bei 1:8 Toren geholt. Mit 19 Toren stellt das Frontzeck-Team den schwächsten Angriff der Liga. Der Tabelle-14. hat nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. "Wir müssen gegen Frankfurt den gleichen Spirit, die gleiche Bereitschaft zeigen wie gegen Köln", sagte Frontzeck.

Neu ins Team rückt aufgrund der Personallage U19-Spieler Andrej Startsev. "Der Junge hat im Trainingslager und in den Testspielen einen guten Eindruck gemacht. Daher ist er jetzt dabei", erklärte der Coach.

(kem/dpa)
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