09.01.13

HSV-Kolumne

Schillers Briefe: Scharner-Paul und der kostbare Bericht

Abendblatt-Reporter Kai Schiller schildert jeden Tag seine Eindrücke aus dem HSV-Trainingslager in Abu Dhabi - auch abseits des Fußballs.

Von Kai Schiller
Foto: HA/Kai Schiller
Paul Scharner (l.) und Kai Schiller im Trainingslager des HSV
Paul Scharner (l.) und Kai Schiller im Trainingslager des HSV

Hallo Hamburg,

Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht. Das dürfte sich Hamburgs Österreicher Paul Scharner nach seinem Fauxpas am Dienstagabend gedacht haben, als er bereits zum zweiten Mal im Trikot des HSV innerhalb kürzester Zeit vom Platz geflogen ist. "Immerhin schon 3 mal solange gespielt wie in Freiburg. Diesmal 89 Minuten :-)", zwitscherte Scharner per Twitter unmittelbar nachdem er im Testspiel gegen Al Shabab vom Platz geflogen ist. René Adler scherzte nach dem Spiel: "Zwei von zwei, keine schlechte Quote." Doch ganz so witzig ist die Angelegenheit für den Abwehrmann dann doch nicht. Im Test an diesem Mittwoch gegen Gladbach ist er gesperrt, ob er auch am Sonnabend bei der Rückrunden-Generalprobe gegen Austria Wien aussetzen muss, ist noch unklar. Da es von der Partie gegen Al Shabab keinen offiziellen Spielbericht gibt und es auch keine Szenen im Fernsehen gab, ist eine längere Sperre nahezu ausgeschlossen. Die 28 (!) Zuschauer, die am Dienstag im Zayed-Sports-Stadium waren, dürften wohl auch nichts verraten haben.

Anders war die Ausgangslage beim Trainingslager in La Manga vor vier Jahren, als Ivica Olic und Hoffenheims Carlos Eduardo nach einem Ringkampf vom Platz geflogen sind. Selbst die Bemühungen von Hamburgs und Hoffenheims Verantwortlichen, die den offiziellen Schiedsrichterbericht für ein kleines "Handgeld" verschwinden lassen wollten, brachten keinen Erfolg. Der Unparteiische blieb seinem Namen gerecht und schickte das Dokument an die Deutsche Fußball-Liga DFL, die beide Spieler wochenlang sperrte. Ein Scharner-Paul, so der Spitzname des Innenverteidigers, braucht das wohl nicht zu befürchten. Einmal, und zwar am Donnerstag, wird er in diesen Tagen aber trotzdem noch mal fliegen: nicht vom Platz, sondern nach Hause. Da schließe ich mich doch ganz einfach mal an.

Also, das war's von mir aus der Wüste, bis bald in Hamburg,

Kai Schiller.

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