Fußball-Ticker Liberias Fußball-Chef will Fifa-Präsidentschaft

epa04804526 (FILE) A file photo dated 02 June 2015 showing FIFA logo at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland. Swiss banks have reported suspicious activity on the accounts of world football governing body FIFA, Switzerland's attorney general said 17 June 2015. Federal prosecutor Michael Lauber said at a press conference in Bern that banks had reported 53 possible cases of money laundering and his office was also analysing a 'huge amount' (nine terabytes) of seized data. Switzerland are currently investigating how FIFA came to award the World Cups of 2018 and 2022 to Russia and Qatar respectively in December 2010. EPA/ENNIO LEANZA +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: Ennio Leanza / dpa

epa04804526 (FILE) A file photo dated 02 June 2015 showing FIFA logo at the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland. Swiss banks have reported suspicious activity on the accounts of world football governing body FIFA, Switzerland's attorney general said 17 June 2015. Federal prosecutor Michael Lauber said at a press conference in Bern that banks had reported 53 possible cases of money laundering and his office was also analysing a 'huge amount' (nine terabytes) of seized data. Switzerland are currently investigating how FIFA came to award the World Cups of 2018 and 2022 to Russia and Qatar respectively in December 2010. EPA/ENNIO LEANZA +++(c) dpa - Bildfunk+++

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Liberias Fußball-Chef Bility bewirbt sich um Fifa-Präsidentschaft

21:22 Uhr: Musa Bility bewirbt sich um das frei werdende Amt des Fifa-Präsidenten. Seine Kandidatur gab der 48-Jährige am Donnerstag in einem BBC-Interview bekannt. Mit 54 Fifa-Mitgliedern stelle Afrika den größten Stimmenblock im Fußball-Weltverband, "und wir müssen die Führung übernehmen, um den Fußball zusammenzubringen", forderte Bility, der seit 2010 Verbandspräsident in Liberia ist.

Nach dem ehemaligen brasilianischen Fußball-Star Zico hat Bility damit als zweiter Kandidat seinen Hut für die Nachfolge von Joseph Blatter in den Ring geworfen. Der Schweizer hatte vier Tage nach seiner Wiederwahl Ende Mai angekündigt, bei einem außerordentlichen Fifa-Kongress sein Amt zur Verfügung stellen zu wollen. Doch dann machte Blatter völlig überraschend einen Rückzieher.

Der 79 Jahre alte Fifa-Boss soll einem Medienbericht zufolge doch wieder über einen Verbleib im Amt nachdenken. Wie die Zeitung "Schweiz am Sonntag" berichtet hatte, wollten Verbände aus Asien und Afrika den angekündigten Rückzug Blatters verhindern.

Dessen Verbleib im Amt hatte Domenico Scala, Vorsitzender der Fifa-Compliance-Kommission, bereits strikt zurückgewiesen. Er halte es "für klar unverzichtbar, den eingeleiteten Prozess des Präsidiumswechsels wie angekündigt umzusetzen", teilte Scala am vorigen Sonntag mit Blick auf die Spekulationen um Blatter mit. Als möglicher Termin für die Neuwahlen galt bisher der 16. Dezember.

Copa América: Neymar droht Sperre für zwei Spiele

20:32 Uhr: Brasiliens Fußballstar Neymar droht bei der Copa América in Chile nun doch eine Sperre für zwei Spiele. Dies teilte die zuständige Disziplinarkommission am Donnerstag in Santiago de Chile mit. Der brasilianische Verband CBF habe 24 Stunden Zeit, Einspruch gegen die zunächst vorläufige Entscheidung einzulegen. Hat der Einspruch Erfolg, verpasst Neymar nur das entscheidende Gruppenspiel am Sonntag gegen Venezuela. Ansonsten wäre der Mittelfeldspieler des FC Barcelona auch bei einem möglichen Viertelfinale der Seleção nicht dabei.

Neymar hatte beim überraschenden 0:1 der Brasilianer gegen Kolumbien in Santiago de Chile zunächst wegen Handspiels seine zweite Gelbe Karte gesehen. Wegen einer Rangelei nach Spielende wurde er dann auch noch mit Rot bestraft - und muss daher nun eine Zwei-Spiele-Sperre befürchten.

Sechs Jahre Haft für Fortuna-Hooligan

15.47 Uhr: Nach der Verurteilung eines Hooligans von Fortuna Düsseldorf zu sechs Jahren Haft hat die Deutsche Polizeigewerkschaft die harte Bestrafung ausdrücklich begrüßt. "Wir hoffen auf eine abschreckende Wirkung", hieß es in einer Stellungnahme am Donnerstag. Der angeklagte Fußball-Hooligan hatte am 14. November 2014 nach einem Regionalligaspiel in Essen einen Bundespolizisten angesprungen und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Der Beamte schwebte anschließend in Lebensgefahr. Das Urteil des Essener Schwurgerichts vom Dienstag lautete auf versuchten Totschlag. Außerdem wurde die Unterbringung des Angeklagten in der Psychiatrie angeordnet.

Der Angriff war auf dem Essener Hauptbahnhof erfolgt. Nach der Viertliga-Partie zwischen Rot-Weiß Essen und Fortuna Düsseldorf II (3:0) hatten sich dort rund 50 Anhänger von Düsseldorf versammelt. Dabei war es zu Attacken auf Polizisten gekommen. "Derartige Taten dürfen nicht länger verharmlost werden", erklärte Horst Pawlik, stellvertretender Vorsitzender der Polizeigewerkschaft.

Augsburg kann Toptalent Kohr halten

15.32 Uhr: Der FC Augsburg hat den ersten Transfer für die anstehende Saison getätigt. Der Europa-League-Teilnehmer verpflichtete den bisher von Bayer Leverkusen ausgeliehenen Mittelfeldspieler Dominik Kohr fest und stattete ihn mit einem Vertrag bis 2019 aus. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. Der 21-Jährige dürfte knapp zwei Millionen Euro gekostet haben.

"Dominik Kohr ist ein junger deutscher Spieler, der über enormes Entwicklungspotential verfügt und in den letzten eineinhalb Jahren beim FCA gezeigt hat, dass er perfekt in unser Anforderungsprofil passt", sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter. Der Klub sei überzeugt, "dass Dominik auch in Zukunft ein wichtiger Baustein in unserem Mannschaftsgefüge sein wird".

Kohr hat bisher 42 Bundesligaspiele (ein Tor) bestritten, 34 (1) davon für Augsburg. "Ich freue mich, dass ich weiter Teil dieser tollen Mannschaft sein kann", sagte er zu seinem endgültigen Wechsel nach Schwaben: "Ich bin sicher, dass dies für meine Entwicklung der richtige Schritt ist."

Höjbjerg fühlt sich nicht fit für Deutschland

14.47 Uhr: Die dänische U21-Nationalmannschaft muss im EM-Gruppenspiel gegen Deutschland womöglich auf Pierre-Emile Höjbjerg verzichten. Der ausgelaugte Profi des FC Bayern München konnte am Donnerstag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, hieß es aus dem dänischen Lager.

"Ich bin müde und verhehle nicht, dass ich mich abgeschlagen fühle", sagte Höjbjerg (19), der beim 2:1 zum Auftakt gegen Gastgeber Tschechien am Mittwoch noch über 90 Minuten zum Einsatz gekommen war. "Ich bin demütig genug, um zu sagen, dass ein anderer spielen soll, wenn ich nicht bei 100 Prozent bin", fügte Höjbjerg an.

Neben Höjbjerg könnte Dänemark gegen die DFB-Junioren in Prag auch Frederik Sörensen (23) fehlen. Der Innenverteidiger musste gegen Tschechien wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel frühzeitig ausgewechselt werden und fehlte am Donnerstag ebenfalls beim Training.

Ter Stegen fordert Nachweis einer "Topmannschaft"

14.17 Uhr: Torhüter Marc-André ter Stegen sieht das deutsche U21-Nationalteam auch nach dem 1:1 beim EM-Auftakt gegen Serbien weiter in der Rolle des Favoriten. "Bis jetzt gibt es keinen Grund zurückzurudern. Wir sind einer der Favoriten, das möchte ich gar nicht abstreiten. Dass uns nichts geschenkt wird, war uns vorher klar", sagte der Champions-League-Sieger des FC Barcelona am Donnerstag.

Für das Spiel am Sonnabend (20.45 Uhr/ZDF) gegen Dänemark fordert ter Stegen dennoch eine Steigerung. "Wir wollen gewinnen, auch gegen diesen starken Gegner. Wir müssen zeigen, dass wir eine Topmannschaft sind und die drei Punkte holen", sagte der 23 Jahre alte Keeper. Dänemark hatte am Mittwoch sein erstes Spiel gegen Gastgeber Tschechien mit 2:1 für sich entschieden.

Über das gewonnene Torhüter-Duell mit Bernd Leno (Bayer Leverkusen) freute sich ter Stegen und betonte erneut den gegenseitigen Respekt. "Wir haben mal eine Zeit gehabt, die vielleicht nicht so lustig war. Aber wir respektieren uns, reden ganz normal miteinander. Wir müssen uns nicht in den Armen liegen, dafür ist der Konkurrenzkampf einfach zu groß", sagte der Schlussmann.

Die unumstrittene Nummer eins will ter Stegen künftig auch in Barcelona sein, wo er zuletzt "nur" in der Champions League und im Pokal zum Einsatz kam, nicht aber in der Liga. "Ich will am Ende überall die klare Nummer eins sein", sagte der Ex-Gladbacher: "Ich denke und hoffe, dass der Trainer vor der kommenden Saison mit mir sprechen wird."

Weiser-Wechsel nach Berlin ist fix

14.04 Uhr: Hertha BSC hat Flügelspieler Mitchell Weiser vom Rekordmeister Bayern München verpflichtet. Das bestätigte Herthas Manager Michael Preetz via Twitter. Der 21-Jährige ist der erste Neuzugang des Hauptstadtklubs zur neuen Saison und erhält einen Vertrag bis 2018.

In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte Weiser 13 Bundesligaspiele für München und zeigte dabei am Saisonende eine klare Leistungssteigerung. Der 21-Jährige wurde in den letzten sieben Begegnungen von Trainer Pep Guardiola durchgehend eingesetzt. Insgesamt kam er auf ein Tor und vier Vorlagen. Der ehemalige Kölner wechselt ablösefrei.

Weiterhin Interesse soll Hertha auch an dem ungarischen Flügelspieler Balazs Dzsudzsak haben. Der 28-Jährige spielt für Dynamo Moskau und soll einen guten Draht zu Ungarns Nationalcoach Pal Dardai haben, in Personalunion auch Hertha-Trainer. Dzsudzsak schoss in 69 Länderspielen 16 Tore.

DFB-Frauen bei Buchmachern Titelfavorit

13.33 Uhr: Die deutschen Frauen gehen als klarer Favorit in das WM-Achtelfinale am Sonnabend (22 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Schweden und ist auch Kandidat Nummer eins auf den Titel. Für Sportwettenanbieter bwin ist die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid mit einer Quote von 2,75 erster Anwärter auf den WM-Triumph vor den USA (3,75). Frankreich folgt mit Quote 7,00 bereits deutlich zurück auf Platz drei, dahinter liegen Titelverteidiger Japan und Brasilien mit jeweils 11,00 auf Rang vier.

Im Klassiker gegen Schweden zahlt bwin bei einem deutschen Erfolg für einen Euro Einsatz lediglich 1,45 Euro zurück. Lohnenswerter wäre ein Einsatz auf einen Erfolg der Schwedinnen. Hierfür gäbe es das 6,5-Fache zurück.

Hartherz bleibt in Paderborn

13.28 Uhr: Florian Hartherz bleibt dem SC Paderborn treu. Nach Angaben des Bundesligaabsteigers vom Donnerstag hat der Linksverteidiger seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 verlängert. In den vergangenen beiden Spielzeiten kam Hartherz wegen mehrfacher Verletzungen auf lediglich 21 Einsätze. "Florian hat sich in seiner Zeit in Paderborn sportlich und menschlich weiterentwickelt. Er verfügt über eine ausgezeichnete fußballerische Ausbildung und ist ein wertvoller Bestandteil in unserem neuen Kader", sagte Geschäftsführer Michael Born zur Vertragsverlängerung.

Gladbach stoppt Dauerkartenverkauf

12.21 Uhr: Champions-League-Starter Borussia Mönchengladbach hat den Verkauf von Dauerkarten für die kommende Saison bei 30.000 gestoppt. "Es gibt zwar noch eine große Nachfrage nach Dauerkarten, aber wir wollen auch den vielen Gladbach-Fans, für die der Kauf einer Dauerkarte keinen Sinn macht, die Chance geben, Borussias Spiele live im Borussia-Park zu sehen", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers. Dafür brauche man ein gewisses Kontingent an Tageskarten, und deshalb sei der Verkauf der Saisontickets erneut bei 30.000 eingestellt worden.

Juves Tevez vor Rückkehr zu Boca Juniors

12.05 Uhr: Der argentinische Nationalspieler Carlos Tevez verlässt den Champions-League-Finalisten Juventus Turin. Nach einem Bericht der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport kehrt der 31-Jährige in seine Heimat zu Boca Juniors Buenos Aires zurück. Tevez habe sich mit dem Klub auf einen Dreijahresvertrag geeinigt.

Der Stürmer stand seit 2013 bei Juventus unter Vertag und erzielte seitdem in 96 Pflichtspielen für den italienischen Rekordmeister 50 Tore. Tevez hatte mehrmals erklärt, in seine Heimat zurückkehren zu wollen.

Laut Gazzetta dello Sport verhandelt Juventus jetzt mit dem früheren Bundesliga-Stürmer Mario Mandzukic, der bei Atletico Madrid unter Vertrag steht. Der ehemalige Wolfsburger und Münchner soll rund 26 Millionen Euro Ablöse kosten. Als Alternative kommt der Brasilianer Oscar von FC Chelsea infrage, der jedoch auf 40 Millionen Euro taxiert wird.

Raubein Vidal nach Unfall ganz aufgelöst

11.59 Uhr: Chiles Star Arturo Vidal hat sich unter Tränen für seinen Autounfall unter Alkoholeinfluss entschuldigt. "Ich habe alle enttäuscht. Es ist schwer darüber zu sprechen. Ich schäme mich für das, was passiert ist", sagte der Mittelfeldspieler des italienischen Meisters Juventus Turin am Rande der Copa America in seinem Heimatland.

Der frühere Leverkusener Bundesliga-Profi hatte seinen Ferrari am Dienstag (Ortszeit) am Stadtrand von Santiago de Chile zu Schrott gefahren und eine Nacht in Haft verbracht. Bei der Pressekonferenz nach der Freilassung war seine Stimme brüchig, immer wieder griff Vidal (28) zum Taschentuch.

"Gestern war ich im Casino. Ich hatte zwei Drinks, dann passierte der Unfall, über den jeder Bescheid weiß", erklärte Vidal: "Ich habe das Leben meiner Frau aufs Spiel gesetzt, ich habe die Leben vieler Leute riskiert." Vidal wurde bei dem Unfall leicht, seine auf der Beifahrerseite sitzende Frau etwas schwerer verletzt. Den Führerschein musste der Südamerikaner abgeben.

"Ich entschuldige mich bei meinen Teamkollegen, beim Trainerstab, bei der Verbandsführung, bei den Menschen und dem ganzen Land", sagte Vidal, der Ende Mai mit Juventus Turin das Champions-League-Finale in Berlin gegen den FC Barcelona verloren hatte (1:3).

Breitenreiter gab für Höwedes den Ausschlag

10.54 Uhr: Benedikt Höwedes hat bestätigt, dass der FC Arsenal und der AC Mailand ihn verpflichten wollten. "Diese beiden Vereine waren tatsächlich interessiert", sagte er dem "Kicker". "Aber am Ende hat das Bauchgefühl entschieden, doch auf Schalke zu bleiben", ergänzte der Kapitän der Gelsenkirchener. "So will ich hier als ein Gesicht dieser Mannschaft nicht gehen", sagte er nach der enttäuschenden Saison 2014/2015, die für Schalke auf Rang sechs zu Ende gegangen war.

Er habe lange mit Schalke-Manager Horst Heldt und dem neuen Trainer André Breitenreiter gesprochen - und beiden hätten ihm "das total positive Gefühl gegeben, dass wir hier etwas aufbauen und erreichen können, was Schalke wirklich gerecht wird". Letzten Endes hätten ihn Breitenreiters positive Art, dessen Begeisterung für den Fußball und für Schalke überzeugt.

Höwedes verzichtet mit seiner Entscheidung pro Schalke auf den Gebrauch einer Vertragsklausel, die ihm in diesem Sommer einen vorzeitigen Vereinswechsel für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 17 Millionen Euro ermöglicht hätte.

Fröhling von Magath-Spekulationen unbeeindruckt

10.49 Uhr: Ungeachtet anhaltender Spekulationen um einen Einstieg von Felix Magath beim TSV 1860 München (siehe Meldung von 9.06 Uhr) plant Torsten Fröhling, am Montag das erste Training beim Zweitligisten zu leiten. "Dann stehe ich wieder auf dem Platz", sagte der 48-Jährige der "Süddeutschen Zeitung" vier Tage vor dem Trainingsauftakt der "Löwen"-Profis.

Fröhlings Zukunft bei 1860 ist ungewiss, sein Vertrag läuft am 30. Juni aus. Der ehemalige St.-Pauli-Profi hatte 1860 vor dem Absturz in die 3. Liga bewahrt. Mit dem umstrittenen Sportdirektor Gerhard Poschner habe er sich auf eine Verlängerung geeinigt, berichtete Fröhling im "SZ"-Interview. "Die muss das Präsidium noch absegnen."

Der Verein möchte aber angeblich den ehemaligen HSV-Trainer Magath als neuen Sportchef beim TSV 1860 installieren. Der 61-Jährige solle die "alleinige sportliche Verantwortung übertragen bekommen", schreibt die "Bild"-Zeitung.

Entscheidungen dürften jedoch erst nach der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung an diesem Sonntag fallen. Dort wird erwartet, dass Präsident Gerhard Mayrhofer auch konkrete Ergebnisse der laufenden Verhandlungen mit Investor Hasan Ismaik bekanntgibt. Von ihrem Ausgang hängt die Zukunft des TSV 1860 München maßgeblich ab.

Drmic freut sich auf "geile" Gladbacher

10.44 Uhr: Neuzugang Josip Drmic (22) kann es kaum erwarten, bei Borussia Mönchengladbach loszulegen. "Ich bin begeistert vom Verein. Sie spielen einen geilen Fußball", sagte der Schweizer Nationalspieler bei seiner Vorstellung. Der Stürmer hatte am Mittwoch beim Champions-League-Teilnehmer einen Vierjahresvertrag bis Juni 2019 unterschrieben. In der vergangenen Winterpause war Drmic auch beim HSV lange im Gespräch gewesen.

Drmic ist nach seinem schwierigen Jahr beim Ligarivalen Bayer Leverkusen froh darüber, dass es mit dem Wechsel geklappt hat. "Die Entscheidung ist sehr, sehr schnell gefallen. Ich war unzufrieden bei meinem Ex-Verein", erklärte Drmic, der angeblich zehn Millionen Euro Ablöse kostete: "Ein Spieler will spielen. Ich war fast nur auf der Bank."

Besonders freut sich Drmic, der den nach Wolfsburg abgewanderten Nationalspieler Max Kruse ersetzen soll, auf seinen Landsmann Lucien Favre. "Ich habe richtig Bock, mit dem Trainer zu arbeiten. Mein Wunsch ist, dass er mich besser macht", so Drmic.

Sportdirektor Max Eberl verspricht sich viel vom Transfer. "Dass wir im letzten Jahr an Josip interessiert waren, zeigt, dass wir von ihm überzeugt waren und sind. Er ist mehr als ein Torschütze, sondern einer, der auch für die Mannschaft arbeitet." Drmic absolvierte für den 1. FC Nürnberg und Leverkusen 58 Bundesligaspiele und erzielte dabei 23 Tore.

BVB für Ginter eine "Herzensangelegenheit"

10.26 Uhr: Matthias Ginter spielt auch in der kommenden Saison für Borussia Dortmund. Der BVB entschied sich trotz eines Angebots von Borussia Mönchengladbach für ein Festhalten an dem 21-Jährigen.

"Ich wusste schon am Dienstag Bescheid. Ich habe immer gesagt, dass Dortmund mein Herzensverein ist", sagte Ginter nach dem 1:1 der deutschen U21 gegen Serbien zum EM-Auftakt in Prag.

Gladbach soll bereit gewesen sein, rund zehn Millionen Euro für den Innenverteidiger zu zahlen. Diese Summe hatte ein Jahr zuvor der BVB an den SC Freiburg überwiesen. Ginter hat ein sehr durchwachsenes erstes Jahr in Dortmund hinter sich, kam nur auf 14 Bundesligaspiele und wurde zeitweise in die zweite Mannschaft versetzt.

Flick sieht zahlreiche DFB-Baustellen

10.17 Uhr: Sportdirektor Hansi Flick sieht im Ausbildungsbereich beim DFB zahlreiche Baustellen. Er sei in den neun Monaten seit seinem Amtsantritt "regelrecht in den DFB eingetaucht", sagte Flick im "Kicker", und habe dabei festgestellt, "dass nach dem Weggang von Robin Dutt im Mai 2013 eine gewisse Orientierungslosigkeit herrschte".

Bei seinem Vorhaben, diese zu beseitigen, zielt Flick vor allem auf die auch von Bundestrainer Joachim Löw gewünschte "Philosophie". Hier will er ein Leitbild für die Spielauffassung aller DFB-Teams "von der A-Mannschaft bis zu den U15-Junioren" ebenso vorgeben wie für die Aus- und Weiterbildung von Talenten und Trainern. "Es muss einen roten Faden des DFB geben", sagte Flick.

Der 50-Jährige hat beobachtet, dass andere Nationen dem Weltmeister in der Ausbildung ihrer Talente "hier und da individuell eine Nasenlänge voraus sind. Wir müssen an den Grundvoraussetzungen arbeiten, sozusagen an den Basics: Passspiel, Ballan- und mitnahme, und vor allem auch am Eins-gegen-eins." Hier müsse der Schwerpunkt weg von der Mannschaft hin zum Einzelspieler gehen. "Wir müssen den Mut haben, uns in der Ausbildung auch mal vom Kollektiv-Gedanken zu lösen", sagte Flick.

Traumschiff schlägt Hrubeschs Bubis

9.50 Uhr: Eine Wiederholung der ZDF-Sehnsuchtsreihe "Das Traumschiff" hat sich am Mittwochabend im deutschen Fernsehen gegen die Fußballkonkurrenz durchgesetzt. Die Ausfahrt des Luxusliners in Richtung Malediven und Indien verfolgten ab 20.15 Uhr im ZDF 5,36 Millionen Zuschauer - der Marktanteil betrug 19,0 Prozent. Das deutsche Auftaktspiel der U21-Fußball-EM gegen Serbien (1:1) sahen ab 20.45 im Ersten 5,17 Millionen Menschen (18,6 Prozent).

Zum Vergleich: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hatte bei ihren drei WM-Vorrundenspielen zu deutlich späterer Stunde zwischen 5,31 und 7,09 Millionen Zuschauer vor den Fernseher gelockt.

Ismaik macht bei 1860 Weg für Magath frei

9.06 Uhr: Felix Magath steht angeblich vor einer spektakulären Rückkehr in den deutschen Profifußball. Der frühere Meistercoach von Bayern München und des VfL Wolfsburg soll nach Informationen der Bild-Zeitung als neuer starker Mann bei 1860 München das Chaos beim Zweitligisten beenden. Magath (61) soll die alleinige sportliche Verantwortung übertragen bekommen.

Die Vereinsspitze um Präsident Gerhard Mayrhofer hat demnach mit Investor Hasan Ismaik Einigung über einen Austieg des Jordaniers bei den Löwen erzielt. Damit wäre der Weg für Magath frei. Ismaik hatte sich bisher gegen dessen Engagement bei den Sechzigern ausgesprochen. Nun soll er angeblich bereit sein, seine Anteile, die 40 Millionen Euro wert sein sollen, zu verkaufen. Der entsprechende Deal soll in der kommenden Woche über die Bühne gehen, Mayrhofer werde darüber am Sonntag bei der Mitgliederversammlung informieren.

Der Deal mit Magath wäre gleichbedeutend mit dem Aus für Sportdirektor Gerhard Poschner, den die Führung um Mayrhofer für den Beinahe-Abstieg in der vergangenen Saison verantwortlich macht. Zudem dürfte Trainer Torsten Fröhling zurück zur U21 des deutschen Meisters von 1966 berufen werden. Noch geht der Coach eigenen Angaben zufolge davon aus, beim Trainingsauftakt am Montag auf dem Platz zu stehen.

Hrubesch bleibt nach Auftaktdämpfer ruhig

8.29 Uhr: U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch sieht nach dem EM-Auftaktdämpfer gegen Serbien keinen Grund zur Unruhe. "Wir haben weiter alle Karten in der Hand und nur das ist entscheidend", sagte der Coach der DFB-Auswahl. Sein Team war am Mittwochabend in ihrem ersten Gruppenspiel bei der EM in Prag nicht über ein 1:1 gegen die Serben hinausgekommen (5,17 Millionen Zuschauer in der ARD/18,6 Prozent Marktanteil).

Neben dem EM-Titel geht es bei dem Turnier auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio. "Wir werden an einigen Sachen feilen müssen", sagte Hrubesch. Wichtig sei allerdings, dass seine Schützlinge durch den Ausgleichstreffer von Emre Can eine Niederlage vermieden hätten.

"Wir wussten nicht genau, wo wir stehen. In so einem Turnier muss man sich erst einmal finden", erklärte Kapitän Kevin Volland vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Der Torjäger warnte aber auch: "Die nächsten beiden Spiele werden uns alles abverlangen." In den verbleibenden Gruppenspielen gegen Dänemark am Sonnabend und Gastgeber Tschechien am Dienstag geht es für das DFB-Team ums Weiterkommen.

Neymar fliegt bei Brasilien-Pleite vom Platz

8.14 Uhr: Rekord-Weltmeister Brasilien erwischte bei der Copa América in Chile einen rabenschwarzen Tag. Mit dem 0:1 (0:1) gegen Kolumbien endete für die Seleção in der neuen Ära unter Nationaltrainer Dunga eine Serie von elf Siegen in Folge. Zudem fällt Superstar Neymar wegen einer Rangelei nach Schlusspfiff rotgesperrt vorerst aus.

Vor dem letzten Spieltag am Sonntag weisen in der Gruppe C der Südamerika-Meisterschaft Venezuela, das erst am Donnerstag gegen Peru seinen zweiten Auftritt hat, Brasilien und Kolumbien je drei Zähler auf. Aus den drei Vorrundengruppen kommen jeweils die beiden Erstplatzierten sowie die zwei besten Gruppendritten weiter.

Vor 44.008 Zuschauern im Monumental-Stadion von Chiles Hauptstadt Santiago sorgte Jeison Murillo (36.) für Kolumbiens ersten Erfolg über die Seleção seit 1991. Nach Abpfiff gab es noch eine wilde Rangelei beider Teams, in der Neymar und "Cafetero"-Stürmer Carlos Bacca für ihre Unbeherrschtheit Rot sahen.

Für Neymar bleibt Kolumbien damit ein Alptraumgegner: Bei der WM im vergangenen Jahr war er nach einem rüden Foul des Kolumbianers Zúñiga im Viertelfinale für den Rest des Turniers ausgefallen. (HA/sid/dpa)