13.11.12

Rennstrecke in der Eifel

Gespräche geplatzt: Formel 1 am Nürburgring in Gefahr

Ist die Formel 1 in der Eifel bald Vergangenheit? Die Verhandlungen zwischen Pächtern und Sanierern des Nürburgrings sind gescheitert.

Von Jens Albes und Marc-Oliver von Riegen
Foto: DAPD
Auf der Rennstrecke am Nürburgring gastiert seit vielen Jahren der Formel-1-Zirkus
Auf der Rennstrecke am Nürburgring gastiert seit vielen Jahren der Formel-1-Zirkus

Nürburg. Die Formel 1 am Nürburgring steht für nächstes Jahr auf der Kippe: Die Verhandlungen zwischen den Sanierern der insolventen Nürburgring-Rennstrecke und den gekündigten Ring-Pächtern sind geplatzt. Online-Berichte der "Rhein-Zeitung" und der "Allgemeinen Zeitung" vom Dienstag wurden in Teilen bestätigt. Auch das Musikspektakel "Rock am Ring" und andere Großveranstaltungen könnten 2013 wieder in Gefahr sein.

Den Zeitungen zufolge wollen auch die Pächter zum 1. Dezember Insolvenz beantragen. Ihr Sprecher Karl-Heinz Steinkühler äußerte sich dazu nicht. Bislang ist nur die Besitzgesellschaft Nürburgring GmbH pleite, die größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz gehört. Die Landesregierung hatte den privaten Betreibern im Februar wegen ausstehender Pacht gekündigt. Zudem läuft eine Räumungsklage. In der vergangenen Woche war ursprünglich eine Vertragsunterzeichnung zwischen den Pächtern und den Ring-Sanierern geplant.

Der Sprecher der Sanierungsexperten sagte, er bedaure es, wenn die Pächter die Gespräche als gescheitert betrachteten. "Dann müssen wir eine Lösung über den Rechtsweg anstreben und die Gerichte werden entscheiden." Sprecher Pietro Nuvoloni bestätigte, dass es keine Einigung bei einem geplanten Managementvertrag für die Pächter bis 2014 gab. "Sie hatten außerdem finanzielle Nachforderungen im mittleren einstelligen Millionenbereich, die für uns nicht hinnehmbar waren."

Zur Formel 1 erklärt der Sprecher: Falls die Gespräche der Pächter mit Rennchef Bernie Ecclestone abgebrochen wären, würden die Sanierungsexperten selbst versuchen, mit dem Briten zu verhandeln. Für die Formel 1 ist neben dem Nürburgring auch der badische Hockenheimring im Gespräch.

Im Koblenzer Untreue-Prozess um die gescheiterte Privatfinanzierung des Nürburgrings sollen nun doch Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und das SPD-Kabinett von 2009 öffentlich als Zeugen vernommen werden. Das Gericht werde um eine Genehmigung bei Landesregierung und Landtagsverwaltung bitten, sagte der Vorsitzende Richter Winfried Hetger am Dienstag in dem Verfahren. Er folgte damit einem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Nach Auskunft der Staatskanzlei wird das Kabinett über eine öffentliche Vernehmung entscheiden. Dazu müsse aber erst ein Antrag vorliegen, teilte ein Regierungssprecher mit. Auch der Landtag erklärte, ihm liege noch nichts vor.

Angeklagt sind der ehemalige Landesfinanzminister Ingolf Deubel (SPD), Ex-Ringchef Walter Kafitz, sein damaliger Finanzchef Hans-Jürgen Lippelt sowie drei weitere Manager. Die Hauptangeklagten sollen beträchtliche finanzielle Schäden mitverursacht haben. Es geht unter anderem um nicht genehmigte Kredite und die Gefährdung von Steuergeld.

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