06.02.13

Bundesliga

Ein Geschenk für Pep? Gerüchte um Lewandowski immer heißer

Indiz hier, Dementi dort. Es wäre ein heftiger Schlag für Borussia Dortmund, sollte der Pole ausgerechnet zum großen Rivalen gehen.

Von Ruben Stark und Jörg Mebus
Foto: pa/GES-Sportfoto/GES/Helge Prang
DFB Pokalfinale 2012 Bayern-Dortmund, 12.05.2012
Bald mit- statt gegeneinander? Robert Lewandowski vom BVB (l.) und Bayerns Bastian Schweinsteiger im Zweikampf

Dortmund/München. Natürlich bestätigt es niemand offiziell. Natürlich halten sich alle Beteiligten äußerst bedeckt und wehren ab. Natürlich spricht niemand frank und frei über einen möglichen Transfer von Robert Lewandowski zu Bayern München. Viel zu brisant sind schließlich diese Gerüchte um den polnischen Torjäger von Borussia Dortmund. Aber die Vorstellung, dass der Rekordmeister Lewandowski im Sommer als Antrittsgeschenk für Pep Guardiola erwirbt, die ist zweifellos charmant - und vor allem ergibt sie durchaus Sinn.

In Medienberichten wurden gerade allerlei Statusmeldungen verbreitet. "So gut wie einig" sollen sich die Bayern mit dem Stürmer sein, berichtete "Spiegel online". Im "Focus" hieß es aus Kreisen des Aufsichtsrats der Münchner, der Abschied vom BVB zum Saisonende sei beschlossene Sache. "Bild" schrieb, dass Lewandowski sich am Montag mit den Bayern auf einen Vertrag ab Sommer verständigt habe. Verhandlungen mit dem deutschen Meister stünden gleichwohl noch aus, und unter 30 Millionen Euro Ablöse bewege sich ohnehin nichts.

Die Vereine kommentieren das alles nicht - oder nicht substanziell. Die Äußerungen von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lassen freilich Interpretationsspielraum. Watzke reagiert zwar zunehmend genervt, er entkräftet aber auch nichts. Ob denn auch im Falle einer Bayern-Anfrage Verhandlungsbereitschaft bestünde? "Dazu sagen wir nichts. Wenn irgendjemand zu uns kommt, wird er das schon sehen", sagte Watzke. Kontakt zu Bayern-Verantwortlichen gebe es nicht, alles sei "eine einzige Spekulationsblase. In der Berichterstattung steckt nullkommanull Substanz."

Keine Frage, ein Wechsel ausgerechnet an die Säbener Straße wäre unglaublich bitter für den BVB, wie hoch das Schmerzensgeld auch sein mag. Für die Bayern dagegen wäre der Transfer eine Genugtuung, nachdem sie bei Marco Reus den Kürzeren gezogen hatten. Der Stand sei, betonte Watzke, dass Lewandowski beim BVB einen Vertrag bis 2014 besitze, "den wir verlängern wollen". Mal sehen, ob das klappt.

Der 24-Jährige selbst sagt, er wolle momentan von all dem nichts wissen. Keine Ablenkung, Konzentration auf das Hier und Jetzt, ist sein öffentliches Credo. "Ich habe allen Seiten mitgeteilt, dass ich mir im Sommer alles anhören und mich mit meinen Beratern zusammensetzen werde", sagte er der "Sport Bild" - bevor die Gerüchte mit den Bayern aufkamen. Im Sommer, sagt er, falle eine Entscheidung, alles andere sei ihm egal. "Wie sagt man? Jacke wie Hose."

Auch Lewandowski, einer der derzeit begehrtesten Stürmer Europas, der in dieser Saison schon 18 Pflichtspieltore erzielt hat und den wohl auch Manchester United und Manchester City gerne hätten, ist inzwischen genervt. Was aber spräche für einen Deal mit dem Ligakrösus? Für den FC Bayern ist nur das Beste gut genug, der FC Bayern will seine Qualität künftig stetig erhöhen, und der Vertrag von Claudio Pizarro endet im Sommer.

Finanzielle Barrieren gibt es im Ernstfall sowieso nicht, seit dem Zukauf von 40-Millionen-Mann Javi Martinez ist das klar. Und nicht zuletzt ist Guardiola ein Faktor mit Signalwirkung. Franck Ribery hat das Gefühl, "am liebsten würden plötzlich viele Weltklasse-Spieler nur zu gerne zum FC Bayern kommen", sagte der Franzose der "Sport Bild". Das Gerangel im Luxuskader des Rekordmeisters würde dann allerdings immer größer. Anzunehmen ist, dass die Bayern dies in Kauf nehmen, die aktuellen Beispiele der Edelreservisten Arjen Robben und Mario Gomez sprechen dafür.

Das Verhalten von Sportvorstand Matthias Sammer lässt erahnen, dass sich die Münchner vom allzeit hektischen Umfeld nicht treiben lassen würden und auf Beschwerden via Medien mit eiserner Hand reagieren. Aber Guardiola wäre gewiss als gekonnter Moderator gefragt. Der Reiz für einen Profi, beim FC Bayern unter Vertrag zu stehen, wächst indessen unaufhörlich. Die Aussicht auf zahlreiche Titel könnte tatsächlich auch zu einem zähneknirschenden Zurückstecken eigener Interessen führen. Ob Gomez oder im Zweifel auch Mario Mandzukic lieber wechseln würden? Unwahrscheinlich. Es sei denn, der Klub legt es ihnen nahe.

(sid)
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