29.11.12

Hannover

Polizei fasst mutmaßlichen Mörder vom Maschsee

Die Suche nach dem Mörder der 44-Jährigen könnte ein Ende haben. Die Polizei erließ Haftbefehl gegen einen 24-Jährigen aus Hannover.

Foto: dpa
Leichtenteile im Maschsee gefunden - Suche
Vier Wochen nach dem Fund von Leichenteilen im Maschsee erließ die Polizei Haftbefehl gegen einen 24-Jährigen (Archivbild vom 9.11.)

Hannover. Einen Monat nach dem Fund einer zerstückelten Prostituierten im Maschsee in Hannover haben die Fahnder den mutmaßlichen Täter gefasst. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um einen mehrfach vorbestraften 24-jährigen Mann aus Hannover. "Er ist dringend verdächtig, die 44-Jährige getötet zu haben", teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Leichenteile der Prostituierten waren Ende Oktober im Maschsee von Passanten entdeckt worden.

Der junge Mann ist für die Fahnder kein Unbekannter. Wegen Körperverletzung und Drogendelikten wurde er nach Angaben der Polizei bereits zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Ersten Ermittlungen zufolge sympathisiert er mit der rechten Szene und neigt zu Gewaltfantasien. Er schwieg nach seiner Festnahme und machte keine Angaben zu dem schaurigen Verbrechen.

Eine Zeugin hatte bereits am vergangenen Freitag den entscheidenden Hinweis gegeben. Obwohl zum möglichen Motiv des 24-Jährigen noch keine konkreten Erkenntnisse vorlägen, erließ das Amtsgericht Hannover umgehend Haftbefehl.

Nach dem Hinweis der Zeugin war am Mittwoch bereits eine 36-Jährige festgenommen worden, die mit der EC-Karte des Opfers Geld abgehoben hatte. Auch sie schwieg bei ihrer Vernehmung. Es ist unklar, inwieweit sie in das Verbrechen verstrickt ist.

Rückblick: Passanten sehen bei einem Spaziergang an dem beliebten Ausflugsziel am 31. Oktober Leichenteile in dem See schwimmen. Bei mehreren Suchaktionen findet die Polizei weitere Teile des Körpers, einen Maurerhammer, eine Bügelsäge, einen Winkelschleifer sowie Kleidungsstücke. Die Fahnder werten fast 90 Stunden Videomaterial aus einer Überwachungskamera aus. Zunächst bleiben die Ermittlungen jedoch ohne Durchbruch. Bis zum Hinweis der Zeugin am vergangenen Freitag.

Das 44-jährige Opfer stammte aus Nordrhein-Westfalen und lebte erst seit dem Sommer in Hannover. Die Frau konnte durch Fingerabdrücke aus einem Ermittlungsverfahren identifiziert werden.

(dapd)
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