Nach Leichenfund Polizei entdeckt Kleidungsstücke im Maschsee

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Nach dem schrecklichen Fund suchen die Fahnder am Freitag erneut. Sie finden Kleidungsstücke und sind nun auf Zeugen angewiesen.

Hannover. Nach dem Fund einer zerstückelten Frauenleiche im Maschsee in Hannover vor gut einer Woche hat die Polizei die Suche nach weiteren Leichenteilen abgeschlossen. Am Freitag suchten die Ermittler erneut mit Tauchern und Leichenspürhunden und fanden mehrere Kleidungsstücke. Ob sie dem Opfer gehörten, ist jedoch unklar, teilte die Polizei mit. Bereits am 31. Oktober hatten die Fahnder einen Maurerhammer, eine Bügelsäge und einen Winkelschleifer entdeckt. Nun werden Zeugen gesucht, die die gefundenen Gegenstände schon einmal gesehen haben.

Am Vormittag war auf dem See mit Hunden nach neuen Spuren zur Aufklärung des Verbrechens gesucht worden. Auch Taucher waren im Einsatz. Die Tote war Mittwoch vergangener Woche in Müllsäcken auf dem See treibend entdeckt worden. Die 44-Jährige aus Nordrhein-Westfalen lebte seit dem Sommer in Hannover, sie konnte durch Fingerabdrücke identifiziert werden, die bei einem Ermittlungsverfahren gegen sie genommen worden waren.

Noch nicht abgeschlossen ist die Auswertung von Videoaufnahmen einer Überwachungskamera am See. Insgesamt müssen die Beamten fast 90 Stunden Aufzeichnungen sichten. Die Polizei untersucht, ob es auf den Videos Hinweise auf den Mörder der Frau gibt. Aus den bisherigen Hinweisen aus der Bevölkerung ergab sich noch keine heiße Spur.

Bereits im Januar 2010 war in Hannover die zerstückelte Leiche einer 24-Jährigen am Ufer eines Flusses von Spaziergängern entdeckt worden. Damals waren die Leichenteile ähnlich wie diesmal in Müllsäcke verpackt. Die Polizei sah aber zuletzt keinen Zusammenhang zwischen den beiden Bluttaten.