12.11.12

Landgericht Rostock

Geständnis: Obdachloser missbrauchte Achtjährige

Der Mann aus Dresden wird beschuldigt, das Kind in ein leerstehendes Abrisshause verschleppt, geknebelt und es dort missbraucht zu haben.

Foto: dpa
Symbolfoto sexueller Missbrauch
Ein obdachloser Mann aus Dresden hat am Montag vor dem Landgericht Rostock den sexuellen Missbrauch einer Achtjährigen gestanden (Symbolfoto)

Rostock. Im Rostocker Prozesse um den sexuellen Missbrauch eines achtjährigen Mädchens hat der Angeklagte zum Auftakt ein umfassendes Geständnis abgelegt. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Obdachlosen, das Kind im Juni in Krakow am See (Landkreis Rostock) am helllichten Tage und auf offener Straße in ein leerstehendes Abrisshause verschleppt zu haben. Der Mann gab am Montag vor dem Landgericht an, das Mädchen vor der Tat über mehrere Tage beobachtet zu haben – es habe ihm gefallen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fesselte der Angeklagte dem Mädchen mit einem Kabel die Hände auf den Rücken, knebelte es mit einer Socke und warf es auf eine Matratze. Danach setzte er dem Kind ein Klappmesser an den Hals und nahm sexuelle Handlungen an ihm vor. Er hielt sein Opfer fast zwei Stunden in seiner Gewalt. Der Tatverdächtige war nach Angaben eines Gerichtssprechers noch am selben Tag festgenommen worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Im Prozess wurden Vater und Großvater des Opfers als Zeugen gehört. Die Achtjährige hatte sich nach der Vergewaltigung zuerst ihrem Opa anvertraut: Es sei ein Mann mit einem schwarzen Hund gewesen, der immer an der Bushaltestelle in der Nähe des Krakower Bahnhofs sitze, hätte seine Enkelin gesagt. Dort wurde der mutmaßliche Täter dann verhaftet.

Das Mädchen erlitt Verletzungen am Genitalbereich und muss psychisch betreut werden. In einer polizeilichen Vernehmung hatte es angegeben, dass Jugendliche den Überfall gesehen und ihre Schreie gehört, aber nichts unternommen hätten.

Der obdachlose Angeklagte hielt sich nach eigenen Angaben in Krakow am See auf, weil er eine Therapie in einer Klinik im nahe gelegenen Linstow erwartete. Er trinke seit seinem zwölften Lebensjahr. Am Tattag war bei ihm ein Alkoholpegel von 2,63 Promille gemessen worden. Der Prozess soll am 19. November fortgesetzt werden.

(dpa/mv)
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