Wohnen an der Küste Baulandpreise in Mecklenburg-Vorpommern sind am höchsten

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Aufgrund der großen Nachfrage sind Grundstücke an der Ostseeküste die teuersten im Osten. Im Durchschnitt 56,64 Euro pro Quadratmeter.

Schwerin. Die Preise für Bauland in Mecklenburg-Vorpommern sind die höchsten in ganz Ostdeutschland. Das hänge mit der großen Nachfrage nach Grundstücken an der Ostseeküste zusammen, sagte Dieter Gabka vom Statistischen Amt des Landes am Freitag in Schwerin. Aber auch die Landeshauptstadt ist ein vergleichsweise teures Pflaster für Bauherren. In Rostock kostete der Quadratmeter baureifes Land im vergangenen Jahr 99,70 Euro, in Schwerin 97,64 Euro. Am preiswertesten sind demnach Baugrundstücke im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit 31,14 Euro. Der Landesdurchschnitt beläuft sich auf 56,64 Euro.

Innerhalb Ostdeutschlands müssen Bauwillige im Nordosten den höchsten Preis zahlen. Im Jahr 2010 waren das 61,94 Euro je Quadratmeter. Wesentlich günstiger war baureifes Land demnach in Sachsen-Anhalt mit 23,94 Euro, aber auch in Thüringen und Sachsen mit 33,00 Euro beziehungsweise 38,13 Euro. Zwischen 2000 und 2010 sind die Preise im Nordosten um 21,8 Prozent gestiegen. Das ist immer noch deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt, wo sie um 70,1 Prozent von 76,21 Euro auf 129,67 Euro je Quadratmeter kletterten.

Der Höhepunkt scheint in Mecklenburg-Vorpommern jedoch zumindest vorläufig überschritten: Von 2010 zu 2011 sank der Quadratmeterpreis um 8,6 Prozent. Weniger unbebaute Grundstücke wechselten die Besitzer. Die Finanzämter meldeten in diesem Bereich 2342 Käufe und damit 2,8 Prozent weniger als 2010. Das sind aber immer noch 13 Prozent mehr als 2009.

(dpa)