13.08.12

Mars-Rover

Rätsel um Fleck auf "Curiosity"-Aufnahme gelöst

Der Rover hat den Absturz einer Raketenstufe eingefangen. Zuvor konnten sich Forscher keinen Reim auf die Flecken auf ersten Bildern machen.

Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com/NASA
Curiosity Mars MIssion
Auf dem linken Bild ist eine Staubwolke zu sehen, die sich die Forscher zunächst nicht erklären konnten

Pasadena. Nach tagelangem Rätseln über eine Staubwolke auf Aufnahmen von "Curiosity" hat die NASA nun die Lösung präsentiert. Demnach fingen Kameras der Mars-Sonde offenbar den Absturz einer Raketenstufe ein. Bilder, die unmittelbar nach dem sicheren Aufsetzen von "Curiosity" auf dem Roten Planeten am Sonntag entstanden waren, hatten im Bereich des Gale-Kraters in der Ferne einen Flecken gezeigt. Eine Stunde später war am selben Ort nichts mehr zu sehen gewesen.

NASA-Experten in der Bodenstation im kalifornischen Pasadena sagten am Freitag, sie seien sich inzwischen ziemlich sicher, dass die undeutlichen Aufnahmen in schwarz-weiß den Aufprall der Raketenstufe zeigten. Diese hatte sich nach der Landung planmäßig von der "Curiosity" losgelöst und schlug rund 600 Meter von der Sonde entfernt auf.

Es handele sich um einen bemerkenswerten Zufall, "dass wir diesen Aufschlag einfangen konnten", erklärte NASA-Ingenieur Steve Sell. "Curiosity" sei zur richtigen Zeit am richtigen Platz gewesen und habe in die richtige Richtung geschaut.

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Seit der Landung Anfang der Woche hat die Sonde schon zahlreiche spektakuläre Bilder geliefert, zuletzt ein erstes farbiges Panoramafoto vom Roten Planeten. Der Roboter war nach fast neunmonatiger Reise durchs All wohlbehalten auf dem Mars gelandet. Der neu konstruierte Rover hat die Größe eines kleinen Autos mit sechs Rädern und wiegt fast eine Tonne.

"Curiosity" soll die Lebensbedingungen auf dem Mars erforschen und unter anderem im Boden nach Spuren von Kohlenstoff suchen, der eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung von Leben ist. Dazu hat die mit Atomantrieb ausgerüstete Sonde eine Reihe von wissenschaftlichen Geräten, Kameras und eine Wetterstation an Bord. Der Einsatz ist zunächst auf 23 Monate angelegt.

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