06.08.12

Verkehrssicherheit

Feldversuch für vernetzte Autos gestartet

Achtung, Stau! Der Vordermann bremst stark! Warnungen wie diese und optimierte Routen sollen Autofahrer künftig von ihrem eigenen Pkw erhalten.

Foto: picture alliance / dpa/Arbeitsgruppe Sichere Intelligen
Großer Feldversuch für intelligente Autos
Mit einer Flotte von 120 Autos testen Wissenschaftler und Autohersteller seit Montag im Raum Frankfurt ein neues System zur Unterstützung des Fahrers per Computer. Die Autos tauschten über Funk Informationen über Gefahren aus und erhalten Hinweise zu Verkehrslage oder Fahrtroute, teilte die Technische Universität München mit

Frankfurt/Stuttgart. Im Rhein-Main-Gebiet hat die vernetzte Zukunft des Autoverkehrs begonnen. Seit Montag sind bei einem Feldversuch rund um Frankfurt 120 Testwagen unterwegs, die über das Internet untereinander und mit einer Zentrale ständig Informationen zur Verkehrslage austauschen. Die von einem Herstellerkonsortium unter Federführung von Daimler auf die Straße gestellte Flotte ist Teil eines neuen Infrastruktursystems zur Unterstützung des Fahrers und der Verkehrslenkung per Computer.

Die Autos tauschen über Mobilfunk Informationen über Gefahren aus und erhalten Hinweise zu Verkehrslage, Wettereinflüssen oder Fahrtroute, teilte die Technische Universität München mit. Der Feldversuch zwischen Frankfurt und Friedberg ist innerhalb des 69 Millionen Euro teuren Projekts "Sichere Intelligente Mobilität - Testfeld Deutschland" (SimTD) auf sechs Monate ausgelegt.

Wissenschaftler sprechen von einem der bisher weltweit größten Flottenversuche im laufenden Verkehr. Die Autos seien auf Autobahnen, Landstraßen und im Frankfurter Stadtgebiet unterwegs. Pro Woche sollen sie 60 000 Kilometer zurücklegen, erklärte ein Projektsprecher. Das wären pro Wagen 500 Kilometer in der Woche. Frankfurt gilt als Pendlerhauptstadt der Republik, zudem liegt die Stadt im Schnittpunkt wichtiger europäischer Straßenverbindungen. Die Autobahnen müssen ein extrem hohes Verkehrsaufkommen bewältigen.

+++Autohäuser helfen beu Schadensabwicklung+++

+++Hamburg-Berlin-Klassik startet am 20. Spetember+++

Das System nutzt nach Angaben der Organisatoren eine Funktechnik, die auf dem WLAN-Standard (drahtloses Internet) aufbaut. Entlang der Straßen sind dafür eigens Empfänger installiert worden, die sich mit dem jeweiligen System im Auto verbinden können. Informationen werden von Auto zu Auto sowie in eine Zentrale gesendet. Auch die Mobilfunktechnologien UMTS und GPRS werden eingesetzt.

Das System soll den Fahrer etwa vor Gefahren wie einem stark bremsenden Vordermann warnen und die richtige Geschwindigkeit für eine "grüne Welle" anzeigen. Ein weiteres Ziel sei, durch günstige Routen und das Vermeiden von Staus den Schadstoffausstoß zu senken, sagte Professor Fritz Busch von der TU München der Mitteilung zufolge. "Wir untersuchen, wie die Autofahrer diese Technik im Alltag annehmen." Die Fahrdaten der vernetzten Fahrzeuge sollen anonymisiert in die übergeordnete Verkehrsplanung einfließen.

"Mit dem Projekt werden die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Einführung der Fahrzeug-Fahrzeug- und Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung vorbereitet", erklärte SimTD-Projektleiter Christian Weiß laut einer Mitteilung des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Damit werde der Innovationsvorsprung der deutschen Industrie gesichert.

Koordiniert wird das Projekt von der Daimler AG. Beteiligt sind auch die Autobauer Opel, Audi, BMW, Ford und Volkswagen sowie die Zulieferer Bosch und Continental, die Telekom, mehrere Forschungseinrichtungen und die Straßenbehörden in Hessen und der Stadt Frankfurt. Gefördert wird das Projekt unter anderem vom Bund, dem Land Hessen und dem Verband der Automobilindustrie. Der Bund bringt allein 40 Millionen Euro Förderung auf.

Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Frank Heinemann war zwischen 1996 und 2012 Co-Trainer, Interimscoach und Jugendkoordinator beim VfL Bochum
14:20Fußball-Bundesliga
Heinemann verlässt den HSV in Richtung Bochum

Der Co-Trainer trifft beim VfL Bochum auf seinen alten Freund Peter Neururer, der kürzlich einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. mehr...


Das Olympiastadion in Berlin, Austragungsort des Champions-League-Finals 2015
16:17Champions League
Zum achten Mal in Deutschland: Endspiel 2015 in Berlin

"Für die Hauptstadt ist das Endspiel dieses wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs ein weiteres großes Sportereignis von internationaler Bedeutung", sagte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. mehr...


Viele Touristen besuchen bei strahlendem Sonnenschein den Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin. In einer BBC-Studie schlug Deutschland Japan als Spitzenreiter aus dem Rennen um das beliebteste Land der Welt
15:02Gesellschaft
BBC-Umfrage: Deutschland beliebtestes Land der Welt

In Krisenzeiten ist es überraschend. Eine Umfrage sieht Deutschland als Spitzenreiter, was den positiven Einfluss in der Welt angeht. Das hängt wohl auch mit einem neuen Image zusammen. mehr...


Torkild Hinrichsen (65), ehemaliger Direktor des Altonaer Museums in Hamburg, ist von der dänischen Königin Margarethe II. zum Ritter des Danebrog-Ordens ernannt worden
16:18Auszeichnung
Ex-Direktor von Altonaer Museum zum Ritter ernannt

Die dänische Königin Margarethe II. hat Torkild Hinrichsen, den ehemaligen Direktor des Altonaer Museums, zum Ritter des Danebrog-Ordens ernannt. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Öko-Modell
General Motors präsentiert Elektro-Hybrid-Cadillac

Der Cadillac hat längst sein biederes Image aus den 60er-Jahren abgelegt und präsentiert sich im Gewand der Zukunft. In Detroit präsentierte…mehr »

Top Bildergalerien mehr
Automodell

Die neue S-Klasse von Mercedes

Auto-Neuheiten in 2013

Werksstudie

Ansichten des neuen BMW 4er

Toyota: "Smart Insect"

tb_meravis.gif
Meravis

Neuer Raum für Hamburgmehr

Highlights