13.11.12

Berechnung

Renten steigen 2013 um voraussichtlich etwa ein Prozent

Deutlicher Unterschied zwischen West- und Ostdeutschland erwartet. Anhebung würde Inflation von etwa zwei Prozent nicht ausgleichen.

Foto: dpa
Wieviel Geld bleibt für Deutschlands Rentner im kommenden Jahr übrig? Voraussichtlich um ein Prozent sollen die Altersbezüge im kommenden Jahr ansteigen
Wieviel Geld bleibt für Deutschlands Rentner im kommenden Jahr übrig? Voraussichtlich um ein Prozent sollen die Altersbezüge im kommenden Jahr ansteigen

Würzburg. Die Renten werden 2013 voraussichtlich nur geringfügig steigen. Für Westdeutschland erwartet die Deutsche Rentenversicherung lediglich einen Anstieg der Altersbezüge um rund ein Prozent, wie die Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach, am Dienstag in Würzburg erklärte.

Da die Inflation derzeit bei rund zwei Prozent liegt, bliebe den westdeutschen Rentnern am Ende netto weniger in Tasche. In Ostdeutschland dürfte das Plus mit rund drei Prozent allerdings etwas kräftiger ausfallen.

Beide Prognosen würden aber mit aller Vorsicht gegeben, betonte Buntenbach. Endgültig festgelegt wird die Rentenanpassung im Frühjahr von der Bundesregierung.

Die Rentenanhebung in Ostdeutschland könne 2013 deshalb deutlich höher ausfallen als in Westdeutschland, weil die Entgelte der Rentenversicherten in den neuen Bundesländern von 2010 auf 2011 stärker gestiegen seien als die aller Lohn- und Gehaltsempfänger - beispielsweise inklusive Beamter – und dies entsprechend nach oben korrigiert werden müsse, erklärte der Leiter Finanzen und Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Ulrich Reineke.

Gleichzeitig müssten in den alten Bundesländern nicht erfolgte Rentenkürzungen nachgeholt werden. Dadurch entstehe die Differenz. "Wir haben in jeder Rentenanpassung die Entwicklung unterschiedlicher Entgelte zu korrigieren", sagte Reineke.

Jährliche Rentenanpassung

Grundsätzlich werden die Renten jährlich zum 1. Juli angepasst. Grundlage dafür ist die Entwicklung der Bruttolöhne der Beschäftigten im Vorjahr. Für dieses Jahr werden Lohnsteigerungen von rund 3,3 Prozent zugrunde gelegt.

Zwei Faktoren wirken jedoch zusätzlich auf die Rentenentwicklung ein, der sogenannte Nachhaltigkeits-Faktor und der Riester-Faktor.

Der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehern und Erwerbstätigen bei der Rentenanpassung.

 Steigen die Löhne und Gehälter in ausreichendem Maße und damit auch die Zahl der Beitragszahler, erhöhen sich im Folgejahr die Renten. Der Nachhaltigkeitsfaktor wurde erstmals 2005 bei der Rentenanpassung angewandt.

Der Riester-Faktor wiederum spiegelt die Belastungen der Beschäftigten beim Aufbau ihrer privaten Altersvorsorge wider und wirkt immer dämpfend auf die Rente.

Für 2013 geht die Deutsche Rentenversicherung daher von einer Rentenanpassung von rund einem Prozent im Westen und rund drei Prozent im Osten aus.

dapd/reuters/abendblatt.de
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