Natürlich rauchte er. Helmut Schmidt (91) nahm erstmals seit Jahren wieder an Beratungen des SPD-Vorstandes teil.

Berlin/Hamburg. Der Ex-Kanzler soll seiner Partei wieder auf die Füße helfen: Helmut Schmidt (91) nahm an den Beratungen des SPD-Vorstandes über die Haltung der Partei zum künftigen deutschen Engagement in Afghanistan teil. Und natürlich rauchte Schmidt. Entgegen seiner sonstigen Abneigung ließ er sich sogar mit der Parteispitze fotografieren.

In einem Positionspapier haben SPD-Chef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier eine Aufstockung des Bundeswehr-Kontingents für Afghanistan abgelehnt. Zudem fordert die SPD einen Zeitkorridor bis 2015 für den Abzug der deutschen Soldaten und eine Verdopplung der Wiederaufbauhilfe.

Als Kurt Beck noch SPD-Chef war und 2007 bei einem Besuch in Kabul öffentlich über Verhandlungen mit moderaten Taliban nachdachte, löste er einen Sturm der Entrüstung aus. Inzwischen spricht sogar Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) von einem Aussteiger-Programm für jene, die dem Terrorismus abschwören wollen. Ihnen solle eine soziale und wirtschaftliche Perspektive geboten werden. (abendblatt.de)