25.01.13

Syrien

Selbstmordattentäter töten acht Geheimdienstmitarbeiter

Vor dem Gebäude des Geheimdienstes in Saasaa sprengten sich zwei Männer in die Luft. Luftwaffe bombardiert Vororte von Damaskus.

Foto: REUTERS
Members of Islamist Syrian rebel group Jabhat al-Nusra take their position on the front line during a fight with Syrian forces loyal to President Bashar al Assad in Aleppo
Mitglieder der syrischen Al-Nusra-Front (Archivbild)

Istanbul/Beirut/Damaskus. Zwei Selbstmordattentäter der Al-Nusra-Front haben sich in Syrien vor einem Gebäude des Geheimdienstes in die Luft gesprengt. Wie die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete, zündete einer der Islamisten in der Nacht zum Freitag an einer Straßensperre der Armee vor der Zentrale des Militärgeheimdienstes in Saasaa eine Autobombe. Anschließend sprengte sich der zweite Selbstmordattentäter vor dem Gebäude in die Luft. Nach Informationen der Opposition starben acht Soldaten des Geheimdienstes. Weitere Soldaten sollen verletzt worden sein. Das Gebäude liegt im südlichen Bezirk Al-Kunaitra.

Unterdessen haben Kampfflugzeuge der syrischen Luftwaffe nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mehrere Vororte der Hauptstadt Damaskus bombardiert. Bei den Angriffen auf Daraja und Moadamije seien mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. In einem von Aktivisten ins Internet gestellten Video war zudem zu sehen, wie Artilleriegeschosse in Gebäude in Daraja einschlugen. Rebellen und Regierungstruppen kämpfen seit Wochen um den strategisch wichtigen Vorort in der Nähe eines Militärflughafens.

Syrische Regierung ruft Flüchtlinge zur Heimkehr auf

Die syrische Regierung ruft Bürger, die vor der Gewalt in dem Land geflohen sind, zur Rückkehr in die Heimat auf. Damaskus werde Syrern dabei helfen, nach Hause zurückzukehren, egal ob sie auf "legalem oder illegalem" Weg das Land verlassen hätten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SANA am Donnerstagabend.

Auch Anhänger der Opposition, die an den von Präsident Baschar al Assad vorgeschlagenen Gesprächen über eine nationale Aussöhnung teilnehmen wollten, dürften nach Syrien zurückkommen, hieß es.

Die Verhandlungen sind Teil einer Initiative Assads, um den Konflikt im Land zu beenden. Die Opposition hat den Friedensplan zurückgewiesen, sie fordert den Rücktritt des Präsidenten. Seit Beginn des seit knapp zwei Jahren währenden Bürgerkriegs sind mehr als eine halbe Millionen Syrer aus dem Land geflohen. Die Gewalt hat bislang mehr als 60.000 Menschen das Leben gekostet.

(dpa/dapd)
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