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Dossier

Griechenland in der Krise

Griechenland - ein Land am finanziellen Abgrund: Jahrelang wurden mit falschen Zahlen zur Staatsverschuldung agiert, Vettern- und Misswirtschaft brachten das Land in eine Schieflage, die ganz Europa belastet.

Griechenlands Staatsfinanzen sind in der Schieflage. Die Sparpläne der Regierung bringen die Bürger auf die Barrikaden - Polizisten müssen die Nationalbank vor Übergriffe schützen.
Foto: dpa/DPA

Hamburg. Über viele Jahre lebte Griechenland über seine Verhältnisse. Die weltweit gut laufende Konjunktur half dabei, die schwierige Finanzlage des Landes über lange Zeit zu verschleiern. Doch der Ausbruch der Finanzkrise machte diesem fahrlässigen Wirtschaften ein Ende. Quasi über Nacht wurde deutlich, wie finanziell angeschlagen das Land inzwischen ist. Spekulanten wetteten an der Börse gegen das Land. Alle Appelle halfen nichts. Am Ende müssen die Europäische Union und der Internationale Währungsfond einspringen, um Griechenland vor dem Staatsbankrot zu retten. Doch die Rettung kommt das Land teuer zu stehen. Die Regierung kündigte ein massives Sparprogramm an, das nach Ansicht seiner Kritiker vor allem Rentner, Arbeiter und Arbeitslose trifft. Die Folge: In Griechenland gehen hunderttausende Menschen auf die Straße und protestieren. Chaoten nutzen die Situation, um mit gewalttätigen Angriffen für Chaos zu sorgen.

Inzwischen hat die Europäische Union ein Rettungspaket für den finanzschwachen Staat in Höhe von 560 Milliarden Euro beschlossen. Auch Deutschland beteiligt sich mit einem Kredit von 22,4 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren. Griechenlands Regierung hat sich selbst nun strenge Sparmaßnahmen erteilt - und weckt damit den Unmut seiner Bevölkerung. Streikende Beamten und LKW-Fahrer legten zwischenzeitlich das öffentliche Leben lahm.

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