23.01.13Irak
Mindestens 25 Tote bei Anschlag auf schiitische Beerdigung
Selbstmordattentäter sprengte eine Moschee im Norden des Landes in die Luft. Mehr als 90 Menschen wurden bei der Gewalttat verletzt.
Foto: REUTERS
Ein verletzter Mann wird nach dem Selbstmordanschlag in der irakischen Stadt Tus Chormato auf einer Trage in ein Krankenhaus gebracht
Bagdad. Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Beerdigungsfeier sind im Norden Iraks mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 90 weitere seien bei dem Gewaltakt in der Stadt Tus Chormato verletzt worden, teilte Bürgermeister Schalal Abdul mit. Demnach sprengte sich der Selbstmordattentäter in einer Moschee in die Luft, als die Trauergemeinde einen Regierungsbeamten zu Grabe trug, der Augenzeugen zufolge am Vortag bei einer Schießerei getötet worden war. Unter den Verletzten befanden sich den Angaben zufolge auch Vertreter der Provinzregierung.
In einer nahe gelegenen Klinik, in die die Anschlagsopfer gebracht wurden, spielten sich chaotische Szenen ab. Während Notfallärzte auf blutverschmierten Fluren von einem Verletzten zum anderen eilten, wurden mit Kleinlastwagen und Kompaktautos weitere Opfer eingeliefert.
Unfassbares Glück hatte der Trauergast Jalmas Ogolu: Er habe die Moschee gerade verlassen, als sich der Anschlag ereignete. "Ich hörte einen donnerartigen Knall aus der Moschee kommen", sagte Ogolu. "Sekunden später rannten die Menschen in Panik aus dem Gebäude, während andere Leichen und Verwundete hinaustrugen."
Tus Chormato liegt 120 Kilometer nördlich von Bagdad. In der Ortschaft kam es zuletzt zu Auseinandersetzungen zwischen der arabischen, kurdischstämmigen und turkmenischen Bevölkerung. Bei der jüngsten Bluttat handelte es sich um den fünften Anschlag mutmaßlicher Extremisten innerhalb eines Monats, bei dem im Irak mehr als 20 Menschen ums Leben kamen. Erst am Dienstag forderte eine Anschlagsserie in und um Bagdad mindestens 23 Todesopfer.
Politische und sicherheitsrelevante Risiken in Ländern Afrikas (Quelle: RiskMap):
Äquatorialguinea
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Äthiopien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in bestimmten Regionen)
Angola
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch im Nordosten der Provinz Cabinda)
Burkina Faso
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Gebieten an der Grenze zum Norden Malis)
Burundi
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in nordwestlichen Provinzen)
Demokratische Republik Kongo
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Elfenbeinküste
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Eritrea
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an den Grenzen)
Gabun
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: niedrig
Guinea
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Kamerun
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel
Kenia
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Nairobi sowie in nördlichen und östlichen Gebieten)
Liberia
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zur Elfenbeinküste)
Madagaskar
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Mali
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zu Mauretanien, in Mopti und Segu; extrem hoch in Gao, Kidal und Timbuktu)
Niger
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zu Mali und Nigeria, in der Region Agadez und der nördlichen Hälfte der Region Tahoua)
Nigeria
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch (extrem hoch in Borno, Yobe)
Simbabwe
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Somalia
Politisches Risiko: extrem hoch (hoch in Somaliland) / Sicherheitsrisiko: extrem hoch (hoch in Somaliland)
Südafrika
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Johannesburg und in sozial benachteiligten städtischen Gebieten)
Tschad
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in einzelnen Regionen und an der Grenze zu Kamerun)
Uganda
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in nördlichen und nordöstlichen Gebieten sowie an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo)
Zentralafrikanische Republik
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch (extrem hoch in Nord-Kivu)
Politische und sicherheitsrelevante Risiken in Ländern Amerikas:
Belize
Politisches Risiko: niedrig / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Belize City)
Bolivien
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Ecuador
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zu Kolumbien)
El Salvador
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in San Salvador, La Libertad)
Guatemala
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Guatemala City und San Marcos, Escuintla, Petén sowie im Departamento Izabal)
Haiti
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Honduras
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in San Pedro Sula, Tegucigalpa)
Jamaika
Politisches Risiko: niedrig / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in West Kingston, Spanish Town)
Kolumbien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Cali, entlegenen ländlichen Gebieten sowie an den Grenzen zu Venezuela und Ecuador)
Mexiko
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Chihuahua, Coahuila, Nuevo León, Tamaulipas, Jalisco, Sinaloa, Durango, Guerrero, Michoacán, San Luis Potosí, Veracruz)
Nicaragua
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Panama
Politisches Risiko: niedrig / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in der Provinz Darién an der Grenze zu Kolumbien)
Peru
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in der Provinz Huallaga, Apurímac, im Tal des Ene)
Trinidad und Tobago
Politisches Risiko: niedrig / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Laventille, Beetham)
Venezuela
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Caracas, größeren Stadtzentren und an der Grenze zu Kolumbien)
Politische und sicherheitsrelevante Risiken in Ländern Asiens:
Afghanistan
Politisches Risiko: extrem hoch (hoch in Kabul) / Sicherheitsrisiko: extrem hoch
Bangladesch
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Chittagong)
Birma
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze)
Indien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Assam, Kashmir, Manipur, Nagaland, Tripura, Bihar, Jharkhand, Chhattisgarh, an der Grenze von Orissa, in den nördlichen Gebieten von Andhra Pradesh, in den westlichen Gebieten von West Bengal und den östlichen von Maharashtra)
Indonesien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Papua und Maluku)
Nepal
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch im Süden)
Nordkorea
Politisches Risiko: extrem hoch / Sicherheitsrisiko: niedrig
Pakistan
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch (extrem hoch an der Grenze zu Afghanistan)
Papua Neuguinea
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: hoch
Philippinen
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch im westlichen und südwestlichen Mindanao)
Sri Lanka
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch im Norden und Nordosten)
Thailand
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in drei südlichen Provinzen)
Politische und sicherheitsrelevante Risiken in Ländern Europas:
Armenien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zu Aserbaidschan)
Aserbaidschan
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zu Armenien und in Nagorno-Karabakh)
Georgien
Politisches Risiko: mittel (hoch in Abchasien und Südossetien) / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Abchasien und Südossetien)
Kirgisistan
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Moldawien
Politisches Risiko: mittel (hoch in Transnistrien) / Sicherheitsrisiko: niedrig (mittel in Transnistrien)
Russland
Politisches Risiko: mittel (hoch im Nordkaukasus) / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch im Nordkaukasus)
Tadschikistan
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Usbekistan
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Kyrgyz, an der Grenze zu Tadschikistan und im Fergana-Tal)
Weißrussland
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel
Politische und sicherheitsrelevante Risiken im Nahen Osten und Nordafrika:
Ägypten
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Nord-Sinai)
Algerien
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Iran
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: niedrig (mittel in verschiedenen Regionen)
Irak
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: extrem hoch
Jemen
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch (extrem hoch in den südlichen Provinzen)
Libanon
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Tripolis, Bekaa, an der nördlichen Grenze zu Syrien)
Libyen
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: hoch
Mauretanien
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: hoch (extrem hoch an der Grenze zum Norden Malis)
Palästinensische Gebiete
Politisches Risiko: hoch im Westjordanland, extrem hoch im Gazastreifen / Sicherheitsrisiko: mittel im Westjordanland, extrem hoch im Gazastreifen
Südsudan
Politisches Risiko: hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch an der Grenze zum Sudan)
Sudan
Politisches Risiko: extrem hoch / Sicherheitsrisiko: mittel (hoch in Südkurdufan und im Bundesstaat Blauer Nil; extrem hoch in Darfur)
Syrien
Politisches Risiko: extrem hoch / Sicherheitsrisiko: extrem hoch
Türkei
Politisches Risiko: mittel / Sicherheitsrisiko: niedrig (hoch in östlichen, ländlichen Grenzgebieten)
(dapd)