04.02.13

"Blackoutbowl"

Auffälligkeit im System: Pannen-Rätsel fast gelöst

Erstmals in seiner Geschichte musste ein NFL-Finale wegen eines Stromausfalls unterbrochen werden. Ravens-Profi hatte Beyoncé in Verdacht.

Foto: dpa
Super Bowl XLVII Baltimore Ravens against San Francisco 49ers
Und es wurde dunkel: Probelem mit einem Messgerät haben während des Super Bowls zwischen Baltimore und San Francisco zu einem 36-minütigen Stromausfall geführt

New Orleans. Das Rätsel um den Stromausfall beim Super Bowl am Sonntagabend im Superdome in New Orleans ist teilweise gelöst. Sensoren hatten eine Auffälligkeit im Arena-System festgestellt, so dass die Stromzufuhr seitens des Zulieferers "Entergy" abgeschaltet wurde. Die Anzeigetafel blieb mehr als eine halbe Stunde schwarz, das Internet brach zusammen, und lediglich die Beleuchtung unter der Hallendecke funktionierte noch teilweise. So musste die Partie zwischen dem späteren Champion Baltimore Ravens und den San Francisco 49ers für insgesamt 36 Minuten unterbrochen werden.

Nicht nur Ravens-Profi Cary Williams dachte zunächst, die bombastische Halbzeitshow des US-Popstars Beyoncé sei für den Stromausfall verantwortlich. Strombetreiber Entergy und Stadionbetreiber SMG gaben jedoch nach dem Spiel an, ein Messgerät habe eine Abweichung im System festgestellt. Daraufhin sei automatisch ein Stromausfall ausgelöst worden, um das Problem zu isolieren. Der genauen Ursache für die gemessene Abweichung wollten Entergy und SMG am Montag auf den Grund gehen.

Nur 90 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit wurde es für 36 Minuten dunkel im Superdome. Die Spieler hielten sich mit Dehnübungen warm, die Cheerleader schoben Extraschichten und die Zuschauer feierten sich selbst. Die Baltimore Ravens gewannen das Finale der National Football League (NFL) schließlich mit 34:31 gegen die San Francsico 49ers. Beim Internetdienst Twitter gingen unter dem Hashtag "#Blackoutbowl" umgehend zahlreiche Postings ein. Große Unternehmen nutzten die unfreiwillige Pause für eine Online-Werbeoffensive.

Betroffen von der Pannenpremiere dieser Art in einem NFL-Finale waren auch die deutschen Kommentatoren Frank Buschmann und Jan Stecker. Kurzerhand musste das "ran"-Duo durch Sat.1-Ersatzmann Jörg Opuchlik und Fieldreporter Florian Bauer live aus München vertreten werden.

Die deutschen Fans vor den Bildschirmen schien das nicht grundsätzlich zu stören, mit bis zu 1,51 Millionen Zuschauern (33,1 Prozent Marktanteil) verzeichnete der übertragende Sender Sat.1 eine gute Quote. Allerdings muss das vierte Quarter noch ausgezählt werden.

Nipplegate, Porno-Clip und Textpatzer

Der Stromausfall von New Orleans war nicht die erste Panne in der jüngsten Geschichte rund um das Finale der National Football League (NFL). 2004 lieferten die Popstars Justin Timberlake und Janet Jackson, Schwester des verstorbenen King of Pop, eine atemberaubende Halbzeitshow ab. Bei der Tanzeinlage riss Timberlake seiner Partnerin ein Stück vom Oberteil ab und legte die Brust von Jackson frei. Der Vorfall ging als Nipplegate in die TV-Geschichte ein und blieb nicht ohne Folgen. Seither werden die Halbzeit-Shows mit einigen Sekunden Zeitverzögerung ausgestrahlt.

In Tucson im Bundesstaat Arizona sahen die TV-Zuschauer im Finale 2009 eine ganz heiße Schlussphase. Kurz vor Ende des Spiels wurde für gut 30 Sekunden eine Pornosequenz eingespielt. Eine Verwechslung der Kabelsignale sollte der Grund für den Fauxpas sein. Rund 80.000 lokale TV-Zuschauer waren betroffen.

2011 kam Christina Aguilera die große Ehre zuteil, die Nationalhymne vor dem Spiel zu singen. Die Töne traf die Pop-Queen perfekt, nur mit dem Text haperte es ein wenig. Einen Vers ließ sie aus, dafür wiederholte sie einen anderen.

Bereits einen Tag vor dem Super Bowl 2012 ließen sich die New York Giants auf ihrer Internetseite als Champion feiern. "Die Giants sind Super-Bowl-Champion" war in riesigen Lettern auf der Homepage zu lesen, auch passende Fanartikel wurden abgelichtet. Immerhin: Die Giants gewannen tatsächlich das Finale, wenn auch knapp mit 21:17 gegen die New England Patriots. Doch auch das große Spektakel ging nicht reibungslos über die Bühne. Die Rapperin M.I.A. zeigte dem Publikum den ausgestreckten Mittelfinger.

(HA/dpa)
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