24.10.12

Prinzenbar

Lukas Graham: Der Soulbruder aus Christiania

Shootingstar Lukas Graham, in Kopenhagens berühmter Enklave groß geworden, begeisterte in der Prinzenbar.

Von Jakob Drechsler
Foto: JAZZ ARCHIV HAMBURG
Lukas Graham live beim Reeperbahnfetsival 2012
Lukas Graham - hier beim Reeperbahn Festival 2012 - begeisterte jetzt auch in der ausverkauften Prinzenbar

Hamburg. Die Sache mit der Liebe, sagt Lukas Graham, die habe er von Christiania mitbekommen. Jener Hippie-Enklave mitten in Kopenhagen, in die der dänische Sänger hineingeboren wurde und die ihn derart inspiriert hat, dass sich der 23-Jährige anschickt, nach seinem Heimatland nun auch das europäische Festland mit seinem musikalischen "Happy Love Thing" zu erobern.

Tatsächlich: In Dänemark ist Lukas Graham samt Band gegenwärtig der unumstrittene Star der Musikszene. Drei Top-Ten-Hits, zweifach Platin und elf Wochen auf Platz eins der dänischen Charts hat den vier seit langem befreundeten Jungs ihr als "Ghetto-Punk" bezeichneter Stilmix aus Soul, Hip-Hop und Pop eingebracht.

"Es ist eher Rap-Musik mit Melodie als Pop-Musik mit Rap-Elementen", sagt Lukas Graham. Was der Sohn eines irisch-stämmigen Vaters und einer dänischen Mutter in der Hamburger Prinzenbar zu Gehör bringt, lässt in seiner Substanz allerdings noch viel mehr durchklingen: Tief verwurzelten Soul.

Die Seele trägt "The Voice" alias "Luke the Duke" alias Lukas Graham auf der Bühne des mit 200 Gästen ausverkauften kleinen Clubs sprichwörtlich auf der Zunge. Immer wieder beweist der ausgebildete Sopran auch sein Show-Talent, zieht das Publikum mit seinem charmanten "Bullshit"-Gerede endgültig auf seine Seite.

Es ist vor allem auch die Authentizität, ihre Unbekümmertheit und ungebremste Spielfreude, mit denen Graham, Bassist Magnus "Magnúm" Larsson, Drummer Mark "LoveStick" Falgren und Keyboarder Kasper "The Captain" Daugaard bei ihren Zuhörern punkten.

Da bleibt auch zwischendurch Gelegenheit, eine der an diesem Abend zahlreich erschienenen Damen für ein Gläschen Rotwein auf die Bühne zu bitten und musikalisch-schmachtend zu umgarnen. Um dann wieder alle Kraft in schweißtreibendere Nummern wie "Criminal Mind" oder die Zugabe "Drunk in the Morning" zu legen.

Mit der fröhlich aufbereiteten Reminiszenz an durchzechte Nächte, die in verzweifelter Kontaktsuche mit der Verflossenen münden, sind Lukas Graham und Band auch hierzulande seit geraumer Zeit im Radio zu hören.

Und "Drunk in the Morning" vereint in perfekter Weise den Graham-typisch modern aufbereiteten Retro-Soul mit dem Credo des Leadsingers. "Alles, was ich singe, hat mit Liebe zu tun", sagt Lukas Graham. Die Reaktionen der begeisterten Zuhörer in der Prinzenbar lassen erahnen: Das "Happy Love Thing" könnte der nächste große Exportschlager Christianias nach den vor 30 Jahren erfundenen Dreirad-Bikes werden.

Am 21. Januar geben Lukas Graham und Band im Uebel & Gefährlich ein weiteres Gastspiel in der Hansestadt.

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