11. Hamburger Comedy Pokal Sieben Männer blödeln und spotten um Frottee-Trophäen

Stefan Reckziegel

Foto: Hamburger Comedy Pokal

Die Stand-up-Komiker Maxi Gstettenbauer und Masud qualifizierten sich als Lucky Loser fürs Finale beim größten deutschen Kleinkunstcontest.

Hamburg. Mit jeweils 45 Minuten Programm hatten sie sich in der Hauptrunde respektive im Halbfinale beim Hamburger Comedy Pokal nicht durchsetzen können, "Die zweite Chance" indes nutzten die Stand-up-Komiker Maxi Gstettenbauer und Masud. Bei der Show der eigentlich schon Ausgeschiedenen beim größten deutschen Kleinkunstwettbewerb (20 Teilnehmer) überzeugten am späten Sonntagabend im Schmidt-Theater der aus Bayern stammende Kölner Gstettenbauer und der in Berlin lebende Iraner Masud mit ihren kompakten achtminütigen Programmauszügen die Jury. Erstmals kam in der Hoffungsrunde unter diesmal elf Startern nicht nur der Lucky Loser, sondern auch der zweitlustigste Verlerer ins Finale im seit Wochen ausverkauften Schmidts Tivoli. Ironie des Wettbewerbs: Der Kölner Comedian Kristian Kokol, in der Hauptrunde am Freitag noch Sieger gegen Masud und 2011 bereits Gewinner des Prix Pantheon, verpasste als Dritter knapp das Finale.

Zu den glorreichen sieben, die am Montagabend am Spielbudenplatz um 6500 Euro Preisgeld und drei Frottee-Pokale blödeln und spotten, gehören aber die zuvor in zehn Stadtteilkulturzentren von Brakula bis Zinnschmelze in Barmbek qualifizierten zweimaligen K.-o.-Sieger. Das sind Kabarett-Zauberer Marcel Kösling aus Itzstedt im Kreis Segeberg, aus Berlin der Puppenflüsterer alias Benjamin Tomkins, Comedian Ingmar Stadelmann und der übellaunige Comedy-Zauberer Andre Hieronymus sowie der Kölner Musikkabarettist Martin Zingsheim. Der viertägige Wettstreit mit insgesamt 17 Shows, darunter erstmals eine im Kulturhaus III & 70, lockte erneut mehr als 3000 Besucher an.