21.11.12

Live Musik Kommission

Verband für Musikspielstätten in Hamburg gegründet

Die Live Musik Kommission e.V. ("LiveKomm") will von Hamburg aus als Bundesverband für Musikspielstätten Interessen der Klubkultur bündeln.

Von Tino Lange
Foto: Live Musik Kommission e.V.
(v.l.n.r.) Ulrich Brehmer, Geschäftsführer für den Bereich Innovation und Umwelt der Handelskammer Hamburg, Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik, Dr. Nikolas Hill, Staatsrat der Hamburger Kulturbehörde, Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm und Olaf Möller von der Clubcommission Berlin bei der Gründungs-Pressekonferenz der Live Musik Kommission e.V., dem Bundesverband für Musikspielstätten
(v.l.n.r.) Ulrich Brehmer, Geschäftsführer für den Bereich Innovation und Umwelt der Handelskammer Hamburg, Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik, Dr. Nikolas Hill, Staatsrat der Hamburger Kulturbehörde, Karsten Schölermann, 1. Vorsitzender der LiveKomm und Olaf Möller von der Clubcommission Berlin bei der Gründungs-Pressekonferenz der Live Musik Kommission e.V., dem Bundesverband für Musikspielstätten

Hamburg. So vielfältig die deutsche Livemusik-Szene ist, so fehlte ihr bislang ein gemeinsames Sprachrohr. In diese Bresche springt jetzt die Live Musik Kommission e.V. ("LiveKomm") als von Hamburg und einer Berliner Dependance aus agierender Bundesverband für Musikspielstätten bis zu einer Kapazität von 2000 Besuchern.

Ziele sind laut dem 1. Vorsitzendem, dem Hamburger Konzertveranstalter und Klubbetreiber Karsten Schölermann (Knust) die Bündelung von Interessen der nationalen - und internationalen - Klubkultur, gegenseitiger Austausch und Vernetzung zu den Themen Künstlersozialkasse, Standortpolitik und Lobbyarbeit und aktuell eine Optimierung der GEMA-Tarifreform im Sinne der Musikspielstätten. Dazu kommen der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und Nachwuchsarbeit sowie gezielte Förderung für Musikspielstätten

Bereits angeschlossen haben sich bundesweite Regionalnetzwerke wie die Clubkommission Berlin, das Clubkombinat Hamburg und die Klubkomm Köln, die ihrerseits bislang 288 Musikspielstätten vertreten und unterstützen - die urbane Basis, denen Klubs in den Regionen folgen sollen.

Unterstützt wird die LiveKomm von der Handelskammer Hamburg sowie der Hamburg Kreativ Gesellschaft - nicht nur, weil die LiveKomm ihren Vereinssitz in Hamburg hat, sondern weil kultureller Wert und Wirtschaftsfaktor von Livemusik, sprich Konzerten und DJ-Sets, Hand in Hand gehen.

"Eine Million Menschen sind derzeit in der Kreativbranche beschäftigt, das sind in der Summe mehr als in der deutschen Autoindustrie. Dabei setzt sie 175 Milliarden Euro um, mehr als die Chemieindustrie", verdeutlichte der politische Sprecher der LiveKomm, Olaf Möller von der Clubkommission Berlin, am Mittwoch auf der Hamburger Gründungs-Pressekonferenz.

Doch bei aller kulturellen und wirtschaftlichen Strahlkraft der Kreativbranche sind die Rahmenbedingungen nicht optimal, wie die konfliktreiche Diskussion um die Tarifreform der GEMA zeigt. "Die Tarife der GEMA müssen nicht nur angemessen, sondern für Live-Klubs auch bezahlbar sein", sagte Möller, "wir fordern die GEMA auf, sich mit den Tarifen an realistischen betriebswirtschaftlichen Zahlen von Kulturbetrieben wie Live-Klubs zu orientieren und die Vorschläge der LiveKomm umzusetzen."

So fordert die LiveKomm mit Blick auf eine ausstehende gerichtliche Entscheidung über die Angemessenheit der geplanten GEMA-Tarife eine Aussetzung der Tarifreform mindestens bis zum 31. Dezember 2013 für mehr Planungssicherheit, eine Abrechnung über tatsächliche Eintrittserlöse statt pauschalen 10 Prozent auf die jeweilige Klub-Gesamtkapazität an Besuchern pro Quadratmeter, die Streichung von geplanten Zeitzuschlägen bei Veranstaltungen länger als 8 Stunden (laut Möller "der Tod für die Berliner Afterhour-Kultur") und ein gemeinsames Pilotprojekt zur digitalen und trackgenauen Ermittlung der gespielten Titel einer Veranstaltung als Ablösung für bereits existierende "Blackboxen", die in 5 Prozent der deutschen Klubs und Diskotheken stichprobenartig Titel aufzeichnen.

"Allabendlich kommen auf unseren Bühnen Künstler mit Publikum zusammen und erschaffen so Erlebnisse, die prägend und inspirierend für Werte und Stile sind. Das ist die gesellschaftliche Dimension der Klubkultur", lautet der Leitgedanke der LiveKomm, die diese Werte und Stile gefährdet sieht.

Live Musik Kommission - Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. Informationen im Internet: www.livemusikkommission.de

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