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DOSSIER

Das Ende von Osama Bin Laden

Fast ein Jahrezehnt nach den Terroranschlägen vom 11. September spürte ein US-Kommando den Al-Qaida-Chef auf. Mit einem Kopfschuss wurde Bin Laden getötet. Die USA jubeln - obwohl Osama Bin Ladens Tod sicher nicht das Ende des Terrors bedeutet.

Das Haus von Osama Bin Laden während der Aktion durch ein US-Sonderkommando
Foto: REUTERS

Jahrelang versteckte sich der Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden in einer gut abgeschirmten Villa in Pakistan - bis ihn am 2. Mai 2011 ein US-Spezialkommando aufspürte und liquidierte. Die Weltmacht übte damit Vergeltung für den folgenreichsten Terroranschlag der US-Geschichte. Am 11. September 2001 waren drei Passagierjets in das World Trade Center und das Pentagon gestürzt. Eine vierte Maschine stürzte ab. Die Terroristengruppe al-Qaida bekannte sich zu dem Anschlag. Die US-Regierung unter Präsident George W. Bush nahm daraufhin den "Kampf gegen den Terror" auf. Folgen waren unter anderem der Irak-Krieg und der Nato-Einsatz in Afghanistan, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist.

Bevor Osama Bin Laden in Pakistan aufgesüprt wurde, war er der meistgesuchte Terrorist der Welt.

Oktober 2001: Am Tag vor ersten Luftangriffen auf Ziele in Afghanistan fordert US-Präsident George W. Bush die Taliban ultimativ auf, Bin Laden auszuliefern. Das US-Verteidigungsministerium bestätigt, dass eine kleine US-Einheit in Afghanistan nach ihm sucht.

November 2001: Die USA erhöhen das Kopfgeld auf Bin Laden von 5 Millionen auf 25 Millionen Dollar.

Dezember 2001: Im Höhlensystem der Bergfestung Tora Bora suchen US-Soldaten nach dem Terroristenchef. US-Spezialeinheiten dehnen die Suche am folgenden Tag auf Pakistan aus.

Februar 2002: Indien dementiert einen britischen Pressebericht, wonach britische und amerikanische Elitesoldaten Bin Laden im indischen Teil von Kaschmir suchen.

März 2002: US-Militärs beginnen eine neue Großoffensive in den Bergen nahe der Stadt Gardes in Ost-Afghanistan, wo hochrangige Al-Kaida-Mitglieder in Höhlenverstecken vermutet werden.

September 2003: Der pakistanische Innenminister Faisal Saleh Hayat sagt, durch die Festnahme von Al-Kaida-Kämpfern hätten sich Spuren ergeben. Der genaue Aufenthaltsort Bin Ladens sei zwar nicht bekannt, aber „die Schlinge zieht sich zu“. Februar 2004: Die USA dementieren Berichte, wonach sich Bin Laden in den Bergen nahe der pakistanischen Grenzstadt Quetta aufhalten soll.

April 2004: Der Sprecher der US-Armee in Afghanistan erklärt: „Wir sind sicher, dass wir Osama bin Laden dieses Jahr fassen.“

Dezember 2004: Pakistans Präsident Pervez Musharraf hält die Spur des Terrorchefs für „erkaltet“.

September 2006: Die Tageszeitung „Washington Post“ berichtet, ein Spezialkommando habe in den vergangenen beiden Jahren nicht einen glaubwürdigen Hinweis auf den Aufenthaltsort Bin Ladens erhalten. Geheimdienstmitarbeiter vermuten ihn im nördlichen Stammesgebiet an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan.

Juli 2007: Der US-Senat verdoppelt das Bin-Laden-Kopfgeld auf 50 Millionen Dollar.

Juli 2009: In einem Gesprächsvermerk aus einem Treffen von US-Sicherheitsexperten in New York heißt es, „dass unsere besonders auf den Sieg über Al Kaida ausgerichtete Anti-Terror-Kampagne (die die Notwendigkeit betont, Bin Laden zu fangen oder zu töten) nicht nur kalt ist, sondern tiefgefroren“. Man habe seit Jahren keine genauen Informationen über den Aufenthaltsort des Terrorchefs.

Oktober 2010: Der US-Nachrichtensender CNN meldet unter Berufung auf einen nicht näher bezeichneten hochrangigen Nato-Vertreter, der Terrorchef halte sich im Nordwesten Pakistans auf. Er wohne dort in einem Haus in relativem Komfort. (abendblatt.de/dpa)

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