22.01.13

Winter in Hamburg

Schneefall lässt Chancen auf Alstereisvergnügen sinken

Das Eis würde laut Meteorologen schneller wachsen, wenn es nicht schneit. Hoch "Camelia" bringt Dauerfrost und kalten Ostwind.

Foto: Patrick Piel/digit
Patrick Piel
Schneefall und frostige Temperaturen in Hamburg (Archivbild)

Hamburg. Dauerfrost und Schneefall beherrschen Hamburg – und doch sinken die Chancen auf ein Alstereisvergnügen. "Der Schnee isoliert die Eisfläche der Alster. Das Eis würde schneller anwachsen, wenn es nicht schneien würde", erklärt der Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, Alexander Hübener. Immerhin schätzt er die Wahrscheinlichkeit auf das Zufrieren vorsichtig auf 25 Prozent.

In den nächsten Tagen bleibt es in Hamburg äußerst kalt, Hoch "Camelia" bringt weiter Dauerfrost, der frische Ostwind hält an. "Es flöckelt weiter vor sich hin", so Hübener. Üppigen Schneefall wird es bis zum Ende der Woche aber nicht mehr geben, es bleibt bei schwachen Niederschlägen. Am Donnerstag soll sich sogar die Sonne über Hamburg zeigen. In der Nacht von Freitag sind unterdessen Temperaturen von bis zu Minus acht Grad angekündigt.

Ein Alstervergnügen an diesem Wochenende hält Wetterexperte Hübener für ausgeschlossen, ob es am nächsten klappt, wird sich ab Sonntag zeigen. Für den Beginn der nächsten Woche gibt es derzeit noch zwei Szenarien. "Eines besagt, dass der Frost und der Wind aus Osten anhalten. Das andere sieht ein milderes Klima im Anflug", sagt Hübener.

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt warnt aktuell vor dem Betreten der Eisflächen. Wer zugefrorene Gewässer betritt, begibt sich in Lebensgefahr.

Neuschnee am Dienstagmorgen

Am Dienstagmorgen hatten viel Neuschnee und Temperaturen von minus sechs Grad den Großraum Hamburg fest im Griff. Eine gut drei Zentimeter dicke Schneedecke lag über dem Stadtgebiet. Entsprechend schleppend lief der Berufsverkehr an. Es habe einige Glätteunfälle gegeben, bei denen es aber zumeist bei Blechschäden geblieben sei, berichteten Polizei und Feuerwehr.

Vor allem auf den Autobahnen rund um Hamburg staut es sich. Gegen 7.30 Uhr stand der Verkehr auf der A 23 zwischen Elmshorn und Eidelstedt auf einer Länge von rund 20 Kilometern. Auch vor dem Elbtunnel in nördlicher Richtung gab es einen Stau von bis zu neun Kilometern. Zu den widrigen Verhältnissen kam in diesem Bereich noch ein Lkw-Unfall hinzu.

Die Stadtreinigung war seit 3 Uhr im Dauereinsatz. Rund 1000 Mitarbeiter sorgten mit 370 Räumfahrzeugen für freie Straßen. Sie räumten und streuten rund 10.000 Überwege und Zebrastreifen, Bushaltestellen und wichtige Radwege. Bürgersteige müssen von den Anwohnern jedoch selbst geräumt werden. "Wegen überfrierender Nässe müssen Verkehrsteilnehmer aber weiterhin vorsichtig fahren", sagte Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung.

Auch die Bahn ist aufgrund der hohen Temperaturen mit eingeschränkter Geschwindigkeit unterwegs. "Alle Züge im DB-Netz fahren maximal 200 Kilometer pro Stunde", so eine Sprecherin. Damit solle verhindert werden, das festgefrorene Eisblöcke an den Zügen Weichen beschädigen könnten. Fahrgäste mussten am Morgen bei einigen Verbindungen mit ein wenig Verspätung rechnen, Ausfälle habe es aber nicht gegeben.

Von Norden her staute es sich bereits vor der Dehnhaide in Hamburg
Foto: Stammer
(HA)
Multimedia
Winterwetter

Dauerfrost und Neuschnee in Hamburg

Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos
Blue Port HamburgBrightcove Videos

mehr »

Top Bildergalerien mehr
Winterhude

Bau-Unfall: Zwei Männer verletzt – Haus droht…

Axel-Springer-Haus

Das neue Bezirksamt Mitte

Haus an Horner Landstraße droht Einsturz

Sommer in Deutschland

Sonnenschein im Norden - Unwetter im Süden

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr