Pflegekind aus Billstedt Jeremie hat ein neues Zuhause - Familie wehrt sich

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Der Junge, der im November aus einem Wanderzirkus ausgerissen war, soll in eine betreute Wohngruppe für Kinder und Jugendliche.

Hamburg. Der Streit zwischen dem Jugendamt Mitte und der Familie des elfjährigen Jeremie ist offenbar noch nicht beigelegt. Neuer Stein des Anstoßes: Das Jugendamt Mitte hat eine neue Unterbringung für den Jungen gefunden, wie Bezirksamtschef Andy Grote heute bestätigte. Jeremie war im November aus einem Wanderzirkus ausgerissen, in dem das Jugendamt, bei dem die Vormundschaft liegt, ihn untergebracht hatte.

Vier Wochen lang soll die leibliche Familie ihn in Billstedt verborgen gehalten haben. Wo er sich in dieser Zeit aufgehalten hat, ist weiterhin ungewiss. Laut Grote sind nach der Rückkehr Jeremies in die Obhut des Jugendamtes "intensive Gespräche" mit Hamburger Trägern der Jugendhilfe geführt worden. Jeremie soll in eine intensiv betreute Wohngruppe für Kinder und Jugendliche integriert werden.

Damit sind die Eltern und die Großeltern – bei ihnen hatte der Junge Weihnachten und Silvester verbracht – nicht einverstanden. Sie wollen ihn im Familienkreis betreuen.