05.12.12

Elbphilharmonie

Rege-Chef weist Verantwortung für Kostenexplosion von sich

Vor dem PUA hat Rege-Chef Heribert Leutner die Verantwortung für die Kostenexplosion beim Bau der Elbphilharmonie von sich gewiesen.

Von Nathalie Schnabel
Foto: Pressebild.de/Bertold Fabricius
Elbphilharmonie
Der Bau der Elbphilharmonie beschäftigt weiter die Stadt Hamburg

Hamburg. Der Chef der städtischen Realisierungsgesellschaft (Rege) Heribert Leutner hat die Verantwortung für die Kostenexplosion bei dem Bau der Elbphilharmonie von sich gewiesen. Er habe in seiner Position keinen Entscheidungsspielraum gehabt, sagte Leutner am Mittwoch vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg. Bis 2007 war Leutner bei der Rege zwar Projektleiter des Bauwerks, nicht aber Geschäftsführer. 2007 schied Leutner kurzfristig aus der Rege aus, 2008 übernahm er den Chefposten.

Der damalige Geschäftsführer der Rege, Hartmut Wegener, habe die Entscheidungsverantwortung gehabt und nicht er als Projektleiter, berichtete Leutner. Es habe zwischen ihnen auch Meinungsverschiedenheiten gegeben – insbesondere bei Fragen des Geldes.

Leutner erklärt sich die Kostensteigerung allerdings durch verschiedene Probleme. "Von dem, was ich vom Projekt kenne, kann ich sagen, dass es nicht einen entscheidenden Fehler oder ein entscheidendes Versäumnis gegeben hat", sagte Leutner. Vielmehr setze sich die Kostenexplosion seiner Meinung nach aus verschiedenen Aspekten, wie der herausragenden Architektur, der schwierigen Wasserlage an der Elbe und auch der schwierigen Zusammenarbeit der Vertragspartner zusammen.

Außerdem sei eine Kostenexplosion bei der Betrachtung der Projektziele nicht verwunderlich. Die Ziele "Hamburg baut ein Wahrzeichen", "Hamburg baut einen der besten Konzertsäle der Welt" und "ein Haus für alle" hätten hohe Kosten nach sich gezogen. "Das ist allerhöchste Ingenieurskunst, das ist schon etwas anderes, als wenn man so ein Rathaus baut."

Auf kritische Nachfragen des Untersuchungsausschusses antwortete Leutner mehrfach, dass er sich an manche Vorgänge nicht genau erinnern könne. Auch Ex-Bürgermeister Ole von Beust hatte in dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Elbphilharmonie bereits auf Erinnerungslücken verwiesen.

Chronik zur Elbphilharmonie
Chronik zur Elbphilharmonie
August 2007: Nach der Grundsteinlegung im April beginnen die ersten Arbeiten an dem historischen Kaispeicher in der HafenCity
April 2008: Mehrere Kräne sind im Einsatz. Die Eröffnung der Elbphilharmonie ist für Sommer 2010 vorgesehen. Im Juni erklärt Kultursenatorin Karin von Welck jedoch, dass die Eröffnung auf Herbst 2011 verschoben wird
Dezember 2008: Die öffentlich zugängliche Plaza auf dem alten Kaispeicher ist im Rohbau fertiggestellt
Januar 2009: Die Bürgerschaft billigt Mehrkosten in Höhe von 209 Millionen Euro. Die Kosten für den Steuerzahler steigen damit auf 323 Millionen Euro
Mai 2009: Das Bauwerk wächst langsam, aber stetig in die Höhe. Kultursenatorin Karin von Welck verkündet einen neuen Eröffnungstermin: Mai 2012
Januar 2010: Das neue Wahrzeichen vermittelt bei Nacht einen ersten Eindruck seiner zukünftigen Strahlkraft für Hamburg
Mai 2010: Richtfest Einen Monat zuvor hat die Stadt den Baukonzern Hochtief verklagt und unter anderem einen belastbaren Terminplan für die weiteren Arbeiten verlangt
Dezember 2010: Die Glasfassade erstrahlt im Licht der winterlichen Sonne. Äußerlich nimmt das Konzerthaus weiter Form an. Intern nehmen die Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Hochtief zu. Die Eröffnung ist auf 2013 verschoben
April 2011: Die Elbphilharmonie wächst - und soll nun am 15. April 2014 übergeben werden
Mai 2011: Drei Kräne sind auf der Baustelle noch im Einsatz. Das geschwungene Saaldach nimmt langsam Kontur an
Oktober 2011: Stillstand auf der Baustelle. Wegen Sicherheitsbedenken hat Hochtief die Arbeiten am Saaldach eingestellt
Juli 2012: Das zweite Ultimatum der Stadt an Hochtief zum Weiterbau endet am 4. Juli
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