Landungsbrücken Nach Messerattacke: Weiterer Mann stellt sich

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Gemeinsam mit einem Komplizen soll der Türke in einen Streit verwickelt gewesen sein, bei dem ein18-Jähriger verletzt worden war.

Hamburg. Nach einer öffentlichen Fahndung der Hamburger Bundespolizei hat sich nun auch der zweite mutmaßliche Täter gestellt, der an einer Messerattacke an der S-Bahn Station Landungsbrücken beteiligt gewesen sein soll. Er soll gemeinsam mit einem weiteren Tatverdächtigen am frühen Morgen des 6. Oktobers zwei 18 und 19 Jahre alte Brüder sowie eine 22-jährige Frau geschlagen und den jüngeren Mann mit einem Messer verletzt haben. Sein Komplize hatte sich bereits am vergangenen Donnerstag gestellt.

Nach einem Streit hatten die mutmaßlichen Täter in der vollbesetzten S-Bahn gegen 3.20 Uhr der 22-Jährigen einen Fausthieb ins Gesicht versetzt und dem 18-Jährigen einen Kopfstoß verpasst. Beim Halt der S-Bahn stach einer der Täter im dichten Gedränge mit einem Messer auf den 18-Jährigen ein, der eine tiefe Stichwunde am Oberarm erlitt.

Die Bundespolizei fahndete nach der Tat mit Überwachungsvideos nach den beiden Verdächtigen. Nach Angaben der Beamten wurde der Druck auf die mutmaßlichen Messerstecher zu groß und so stellte sich am heutigen Dienstag auch der 23-jährige Mittäter im Beisein eines Rechtsanwalts bei der Polizei. Am vergangenen Freitag konnten die Beamten den Mann anhand des Videomaterials und Zeugenaussagen bereits identifizieren.

Zur Tat wollte der Mann zunächst nichts sagen. Inzwischen stellte sich heraus, dass sich der Türke illegal in Deutschland aufhält und bereits eine Ausweisungs- und Abschiebungsverfügung gegen ihn besteht. Nun sitzen beide mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.