07.11.12

Hamburger Sicherheit

Sicherungsverwahrte: Moorburger wehren sich weiter

Eingabenausschuss der Bürgerschaft angerufen. Senator Scheele bestätigt im Justizausschuss: Ein Schwerverbrecher hat Jenfeld verlassen.

Foto: dpa/DPA
Möglicher Umzug von Ex-Sicherungsverwahrten nach Moorburg
Das bislang leerstehende Wohnhaus im Stadtteil Moorburg

Erstmals haben sich auch die Hamburger Parlamentarier mit dem Fall der ehemaligen Sicherungsverwahrten befasst. In einer Sondersitzung des Justizausschusses im Großen Festsaal des Rathauses räumte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) ein: "Es gibt keine optimale Lösung, mit der alle zufrieden sind." Man habe sich jedoch richtig verhalten bei der Standort-Auswahl für die ehemaligen Sicherungsverwahrten. Die Zusage, dass die drei Schwerverbrecher bis Ende November ihr Quartier in Jenfeld verlassen werden, werde eingehalten.

Scheele bestätigte, dass Hans-Peter W., der seit Januar zusammen mit zwei weiteren Schwerverbrechern in Jenfeld untergebracht war, bereits ausgezogen sei.

Innensenator Michael Neumann (SPD) sagte im Ausschuss vor etwa 20 Zuhörern, die vorwiegend aus Moorburg gekommen waren: "Das Sicherheitskonzept der Polizei wurde in Jenfeld erfolgreich umgesetzt", auch in Moorburg solle dies so sein.

Wie im Ausschuss bekannt wurde, haben sich Moorburger Bürger an den Eingabenausschuss der Bürgerschaft gewendet, um die geplante Unterbringung der Schwerverbrecher in einem ehemaligen Bauernhaus zu verhindern. Manfred Brandt ("Mehr Demokratie") äußerte die Vermutung, dass dies möglicherweise den Umbau des Hauses verzögern könnte.

Warum die Stadt ausgerechnet eine städtische Immobilie gewählt habe, wollte André Trepoll, justizpolitischer Sprecher der CDU, wissen. "Wir wollten nicht noch einen weiteren Player", antwortete Sozialsenator Scheele. Städtische Immobilien seien leichter zu händeln. Insgesamt seien 14 Standorte überprüft worden.

Trepoll kritisierte, die Moorburger hätten keine Wahl gehabt, und sprach von einem "merkwürdigen Verfahren". Das Motto des Senats bei der Unterbringung der Straftäter sei offensichtlich "Friß oder stirb".

pum/HA
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. AuslandMilliardenzahlungGegen Vorkasse liefert Russland wieder Gas an Ukraine
  2. 2. AuslandNato-KonfrontationRaketen, Jets, Radare – wie Moskau aufrüstet
  3. 3. Panorama"Welt"-Nachtblog++ Nazi-Rituale bei Neuntklässlern am Gymnasium ++
  4. 4. Panorama"Maybrit Illner"Bei Hooligan-Gewalt ist der Justizminister ratlos
  5. 5. DeutschlandVerkehrsabgabeDie Pkw-Maut kommt – aber ganz anders als gedacht
Top Video Alle Videos

Der beliebte Drive-In-Briefkasten am Siemersplatz wurde wieder aufgestellt. Autofahrer haben somit wieder die Möglichkeit im Vorbeifahren Briefe einzuwerfen. Der sogenannte "Autofahrer-Briefkasten"…mehr »

Top Bildergalerien mehr
Handelskammer

"Cheese and bread" bei der Morgensprache

Winterhude

Stanislawski und Laas eröffnen Supermarkt

Ärchaologisches Museum

Ausstellung "Mythos der Hammaburg"

Hamburg

Auto stürzt in Uhlenhorst in Kanal

tb_reisemarkt.jpeg
Der Reisemarkt

Aktuelle Reise- und Urlaubsangebotemehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr