Sich freiwillig in einem Glas-Fahrstuhl 45 Meter in die Tiefe bringen zu lassen, hat in diesem Fall nichts mit Lebensmüdigkeit zu tun, sondern eher mit dem Wunsch, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Dieser Untergang ist der Weg in die Schillathöhle, die einzige Höhle Norddeutschlands, die besichtigt werden kann.

Sich freiwillig in einem Glasfahrstuhl 45 Meter in die Tiefe bringen zu lassen, hat in diesem Fall nichts mit Lebensmüdigkeit zu tun, sondern eher mit dem Wunsch, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Einen Blick in die Schillathöhle, die einzige Höhle Norddeutschlands, die besichtigt werden kann und ganz in der Nähe von Hannover zu finden ist.

Jeden Zentimeter zeigt das Gestein hinter der Glaswand des hinabsinkenden Fahrstuhls viele Millionen Jahre Erdgeschichte. Unten angekommen, lässt man die obere Welt weit hinter sich, und es eröffnet sich eine faszinierende Höhlenwelt. Die unterschiedlichsten Formen von vielen Tausend Jahre alten Stalagmiten und Stalaktiten und bizarren Kalksteingebilden können bestaunt werden.

Der Märchenwald ist der schönste Ort in der Höhle

Auch Reproduktionen von frühester Felsmalerei sowie Schauvitrinen mit Fossilien und Mineralien aus der Region regen die Fantasie der Besucher an: Wie war es wohl auf der Erde vor Millionen Jahren?

Am Ende der vielen Tropfsteingebilde kommt der „Märchenwald“. Er ist der schönste Ort in der Höhle: Funkelnde Kalzitkristalle verleihen der Höhle eine fast mystische Atmosphäre, Einige Sagen haben hier ihren Ursprung: Angeblich soll an diesem Ort ein böser Bube versteinert worden sein. Am Ende der Führung zeigt eine 3-D-Diaschau Bilder aus der benachbarten, streng geschützten Riesenberghöhle, untermalt mit ausdrucksvoller Musik.

Weitere Informationen: Schillathöhle, Riesenbergstr. 2A, 31840 Hessisch Oldendorf, (ST Langenfeld, bei Hannover), www.schillathoehle.de