Dossier
Der Amoklauf von Winnenden
Ein tragisches Unglück stürzte die Stadt in der Nähe von Stuttgart in tiefe Trauer. Inzwischen läuft der Prozess gegen den Vater von Amokläufer Tim K.
Auch mehr als ein Jahr nach dem tragischen Amoklauf von Tim K. ist die Trauer bei Angehörigen und Bekannten der Opfer nicht vergessen.
Foto: dpa
Winnenden. Am 11. März 2009 hatte ein 17-jähriger ehemaliger Schüler an der Albertville-Realschule acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen erschossen. Auf seiner Flucht nach Wendlingen tötete er drei weitere Menschen und sich selbst. Die Waffe hatte er unverschlossen im Schlafzimmer seiner Eltern gefunden. Tim K. war psychisch krank, hasste die Welt und hatte dies auch seinen Eltern gesagt. Dennoch konnten die Eltern den Amoklauf nicht verhindern. Der Vater von Tim K. musste sich vor Gericht verantworten. Der Vorwurf der Anklage: fahrlässige Tötung von 15 Menschen.
Das Massaker an der Schule hatte Konsequenzen: Im Juli 2009 wurde ein verschärftes Waffenrecht beschlossen. Den im „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ zusammengeschlossenen Eltern gehen die Änderungen aber nicht weit genug. Sie werfen der Regierung ein Einknicken vor der Waffenlobby vor. Außerdem will das Bündnis ein Verbot von Computerspielen mit brutalen Inhalten erreichen - Tim K. hatte nachweislich mit dem Ballerspiel „Counter Strike“ gespielt.
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