Große Herausforderungen für Energienetze und -versorgung in Hamburg lassen sich am besten im Team meistern. Nach dieser Devise funktioniert die Energiepartnerschaft, mit der die Freie und Hansestadt Hamburg gemeinsam mit den Energieunternehmen Vattenfall und E.0N eine der aktuell größten Herausforderungen vorantreibt: die Energiewende.

Was heißt Energiepartnerschaft?

Im November 2011 haben die Stadt, Vattenfall und E.0N eine Energiepartnerschaft geschlossen. Sie umfasst sowohl eine jeweils 25,1-prozentige, gesellschaftsrechtliche Beteiligung der Stadt an den Hamburger Vattenfall Gesellschaften für das Stromnetz und das Wärmegeschäft sowie am E.0N-Tochterunternehmen Hamburg Netz, als auch ein gemeinsames Energiekonzept. Alle drei Partner verbindet das Ziel, die Energieversorgung in der Hansestadt auf erneuerbare Energien auszurichten und die CO-Emissionen deutlich zu senken. Mit diesem Modell ist Hamburg das bisher erste Bundesland, das ein detailliertes und zwischen Landesregierung und Energiewirtschaft abgestimmtes Energiekonzept auf den Weg gebracht hat.

Außerdem hat der Bürgermeister ausgehandelt, dass die Energieunternehmen in den kommenden Jahren viel Geld in die Hand nehmen, um die Energienetze und -infrastruktur in der Hansestadt auszubauen. Vattenfall hat sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2018 rund 1,5 Milliarden Euro in unserer Stadt zu investieren.

25,1 Prozent: Welchen Einfluss hat die Stadt damit?

Auf den ersten Blick scheint die Stadt mit ihrer Beteilung von 25,1 Prozent an den neu gegründeten Strom- und Wärmegesellschaften „Juniorpartner“ ohne besondere Einflussmöglichkeiten zu sein – doch in der Realität hat sich der Senat durch diese Beteiligung weitreichende strategische Mitentscheidungsrechte gesichert. Diese gehen deutlich über die üblichen Einflussmöglichkeiten bei einer Minderheitsbeteiligung hinaus. So entsenden die Stadt und Vattenfall gleich viele Anteilseignervertreter in die Aufsichtsräte der Stromnetz- und der Wärmegesellschaft. Einvernehmlich verabschieden die Gesellschafter Investitionspläne und entscheiden gemeinsam – insbesondere auch mit welchem Brennstoff künftige Kraftwerke der Wärmegesellschaft betrieben werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die garantierte Dividende, die die Stadt Hamburg erhält.

Heißt das: Beteiligung ohne Risiko?

Grundsätzlich ja. Die Stadt hat sich an den Gesellschaften finanziell beteiligt, bekommt eine sichere Dividende, ist in alle wichtigen Entscheidungen zum Stromnetz- und Wärmegeschäft eingebunden – und trägt unter gegenwärtigen Bedingungen bei alldem kein finanzielles Risiko. Dies liegt allein beim Energieversorger Vattenfall.

Welche Projekte wurden mit der Stadt Hamburg vereinbart?

Hamburg ist in Sachen Energiewende schon heute ein Vorreiter. Damit das auch so bleibt, fließen künftig jedes Jahr 160 Millionen Euro in den Erhalt und den Ausbau des Hamburger Stromnetzes. Schwerpunkte sind eine noch bessere Versorgungsqualität und die Weiterentwicklung des Netzes zu einem zukunftsfähigen intelligenten Netz.

Das gemeinsame Wärmekonzept beinhaltet den Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme und den Bau des hocheffizienten Innovationskraftwerks in Wedel. Auch der Einsatz von Speichertechnologien wird engagiert voran getrieben.

Mehr Informationen unter www.vattenfall.de/hamburg

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