Energiekosten

Darf man sich einen Holzofen in die Mietwohnung stellen?

| Lesedauer: 2 Minuten
Gasknappheit: Der Holzofen als Alternative?

Gasknappheit: Der Holzofen als Alternative?

Das Holz ist knapp: Besonders da jetzt viele ihre eigenen vier Wände mit einem Holzofen im Winter warm halten wollen. Was die Alternative taugt und wie gefährlich sie ist, zeigt das Video.

Beschreibung anzeigen

Ein Kamin- oder Pelletofen sorgt für behagliche Wärme und kann dabei helfen, Energiekosten zu sparen. Dies gilt es zu beachten.

Berlin. 
  • Ein Kamin- oder Pelletofen ist der Traum vieler Mieter
  • Vor dem Einbau gilt es aber einiges zu beachten
  • Was passiert eigentlich, wenn der Mieter nach dem Einbau aus der Wohnung auszieht?

In Zeiten denkt so mancher Mieter über den Einbau eines Kaminofens für das Heizen mit Holz nach. Doch dabei muss im Voraus einiges beachtet werden. In diesem Text erfahren Sie, wie der Einbau gelingt.

Grundsätzlich ist der Vermieter der erste Ansprechpartner, wenn es um die Anschaffung eines mit Holz oder Pellets betriebenen Ofens geht. Sein Einverständnis ist zwingend erforderlich, auch wenn das Mietshaus über die technischen Voraussetzungen für den Betrieb wie eine Anschlussmöglichkeit oder einen passenden doppelzügigen Schornstein verfügt. Argumente für einen Einbau, die den Vermieter überzeugen, könnten eine Wertsteigerung der Wohnung durch einen Kaminofen oder eine Ersparnis bei den Heizkosten sein.

Lesen Sie auch: Heizen ohne Öl und Gas: Diese Alternativen gibt es.

Schornsteinfeger muss vor Einbau Eignung prüfen

Nächster Ansprechpartner vor dem Einbau eines Holzofens ist der Schornsteinfeger. Dieser muss vor dem Einbau prüfen, ob der Schornstein auch wirklich für einen Kamin- oder Pelletofen geeignet ist. Laut dem Portal Pro Mietrecht muss diese Prüfung beim zuständigen Bezirksschornsteinfeger in Auftrag gegeben werden. Dieser ist auch für die Abnahme des neuen Ofens vor der erstmaligen Inbetriebnahme zuständig.

Besondere Regelungen gelten für den Einbau eines gebrauchten Ofens. In diesem Fall ist erhöhte Vorsicht geboten, da ein Einbau eines älteren Modells mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht erlaubt ist. Seit 2015 gelten nämlich verschärfte Grenzwerte für Feinstaub- und Kohlenmonoxid-Emissionen, die unbedingt eingehalten werden müssen.

Vermieter darf grundsätzlich Rückbau verlangen

Stellt sich zum Abschluss die Frage, was mit dem Ofen passiert, wenn der Mieter aus seiner Wohnung auszieht. Falls der Mieter den Kaminofen selbst bezahlt hat, handelt es sich auch in einer Mietwohnung um sein Eigentum. Die Kosten für den Abbau und Transport muss der Mieter dementsprechend auch selbst tragen. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte all diese Punkte mit dem Vermieter vertraglich festhalten.

Grundsätzlich darf der Vermieter vom Mieter immer verlangen, dass dieser bei seinem Auszug den Kamin wieder entfernt. Damit darüber kein Streit entsteht, sollte auch dieses Detail immer schriftlich festgehalten werden. (tok)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft