Erdebeben in Südamerika

Erdbeben vor Chiles Küste löst Tsunami-Welle aus

Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,8 hat Chile erschüttert. Das Epizentrum lag vor der Küstenstadt Concepción im Pazifik. Eine Flutwelle entstand.

Santiago de Chile. Nach dem schweren Erdbeben vor der chilenischen Küste hat sich nach Angaben des Pazifik-Tsunami-Warnzentrums eine bis 1,30 Meter hohe Flutwelle gebildet. Für die Pazifikküste von Chile und Peru wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Die Stärke des Bebens wurde von der US-Erdbebenwarte auf 8,8 hochgestuft.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Epizentrum des Bebens, das sich um 03.34 Ortszeit (07.34 Uhr MEZ) ereignete, 99 Kilometer südwestlich der chilenischen Stadt Talca und 117 Kilomter nordöstlich der chilenischen Stadt Concepción. Berichte über Schäden und Opfer lagen zunächst nicht vor.

Die US-Erdbebenwarte hatte die Stärke des Bebens zunächst mit 8,5 angegeben, korrigierte dies jedoch später und machte auch leicht veränderte Angaben zum genauen Ort des Epizentrums.

Nach Angaben von Präsidentin Michelle Bachelet sind bei diesem schweren Erdbeben in Chile mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich diese Zahl erhöhe, betonte sie. In einigen Landesteilen sei die öffentliche Grundversorgung ausgefallen. Sie appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren.

( (dpa/AFP/Reuters/abendblatt.de) )