Vulkanausbruch auf Island

Aschewolke - Europäischer Luftraum zum Teil gesperrt

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Allein am Frankfurter Flughafen wurden 11 Abflüge und 15 Ankünfte gestrichen. Der größte Teil entfiel auf Verbindungen nach Italien.

Madrid. Eine Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll bereitet dem Flugverkehr in Teilen Europas erneut Probleme.

Allein am Frankfurter Flughafen wurden 11 Abflüge und 15 Ankünfte gestrichen, wie der Flughafenbetreiber Fraport am Sonntag mitteilte. Der größte Teil entfiel auf Verbindungen nach Italien. Zudem gab es Verspätungen von teils mehr als einer Stunde auf den Strecken über den Nordatlantik, da die Flugzeuge wegen der Asche auf andere Routen ausweichen mussten.

Im Süden Deutschlands gab es am Sonntagvormittag nach Angaben der Deutschen Flugsicherung „potenziell kontaminierte“ Lufträume, aber keine Sperrungen. Die Piloten seien angehalten, mögliche Vorkommnisse zu melden, sagte Sprecherin Kristina Kelek. Sperrungen des Luftraums gebe es derzeit aber nicht. Das italienische Amt für Flugsicherheit ENAC hatte bis Sonntag 14.00 Uhr Teile des norditalienischen Luftraums geschlossen.

Bereits am Vortag hatte es in Deutschland vereinzelte Flugausfälle wegen Luftraumsperrungen in Spanien gegeben. Auf 15 Flughäfen im Nordes Spaniens durften bis zum frühen Sonnabend-Abend keine Flugzeuge starten oder landen, wie die spanische Luftfahrtbehörde AENA mitteilte. Die portugiesischen Behörden warnten vor Störungen des Flugverkehrs in Porto, Lissabon und Faro.

Die AENA hatte bereits am Freitagabend die Sperrung der Flughäfen in Santiago de Compostela, La Coruña und Vigo angeordnet. Am Sonnabend wurden dann auch die ebenfalls im Norden des Landes gelegenen Airports in Asturien, Bilbao, Burgos, La Rioja, León, Pamplona, Salamanca, San Sebastián, Santander, Saragossa, Valladolid und Vitoria gesperrt. Der nordspanische Luftraum sollte den Angaben zufolge mindestens bis 18.00 Uhr geschlossen bleiben.

Auch auf den Flughäfen der nordportugiesischen Hafenstadt Porto sowie in Lissabon und Faro im Süden des Landes kam es zu Beeinträchtigungen, die bis zum frühen Nachmittag anhalten sollten. Wie die Flughafenbehörde ANA mitteilte, wurden insgesamt 104 Flüge gestrichen. In Porto wurden für Samstag alle Flüge von Billig-Fluglinien gestrichen.

Am Abend wurde die Aschewolke auch im Süden Frankreichs erwartet, wie der französische Wetterdienst mitteilte. Die Vulkanasche in einer Höhe von bis zu 6000 Kilometern sei so dicht, dass sie den Luftverkehr behindern könne.

Auch am Hunsrück-Flughafen Hahn hat die Aschewolke mehrere Flüge verhindert. Betroffen seien neun Verbindungen, darunter nach Teneriffa, Porto, Lanzarote und Marrakesch, sagte Flughafensprecherin Maria Horbert. „Die Passagiere haben trotz der kurzfristigen Absagen sehr viel Verständnis gezeigt.“ Horbert riet allen Betroffenen, sich bei ihren Fluggesellschaften nach dem aktuellen Stand zu erkundigen.