Vorschau: St. Pauli - Hansa Rostock

Geheimtraining vorm Nordderby - Hennings einsatzbereit

Foto: WITTERS / WITTERS/Witters Sport-Presse-Fotos

Stanislawski ließ seine Spieler am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren, da er neue taktische Varianten durchspielen wollte.

Hamburg. St. Paulis Trainer Holger Stanislawski sperrte am Freitag die Presse und die Fans vom Training aus, da er neue taktische und personelle Veränderungen ausprobieren und sich nicht in die Karten schauen lassen wollte.

Gerade die personelle Situation bereitet dem Coach großes Kopfzerbrechen. Auf der einen Seite wird Stammspieler Carsten Rothenbach wohl noch für längere Zeit ausfallen. Der Verteidiger hatte sich Anfang März im Training einen Muskelfaserriss zugezogen, der immer noch nicht auskuriert ist. Die medizinische Abteilung entschloss ihn zunächst einmal vier Tage komplett aus dem Training zu nehmen um dann zu schauen, wie es weiter geht.

Zudem wird Mittelfeldspieler Dennis Daube wohl auch ausfallen. Er zog sich vor zwei Wochen ebenfalls einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Jedoch ist die Verletzung wohl schlimmer als zunächst angenommen. Da sich der Muskelfaserriss direkt am Gelenkansatz befindet, wurde wahrscheinlich die Kapsel im Knie beschädigt. Die genaue Diagnose folgt in ein paar Tagen durch eine Arthroskopie.

Auf der anderen Seite hat Stanislawski diese Woche auch gute Nachrichten erhalten: Ralph Gunesch wird entgegen früherer Befürchtungen schon nächste Woche wieder mit leichtem Lauftraining beginnen, was hoffen lässt, dass er zum Endspurt der Saison wieder fit wird. Der Innenverteidiger hatte sich Mitte März beim Spiel gegen Oberhausen eine Verletzung am Innenband zugezogen.

Das Video konnte nicht gefunden werden.
Unterartikel für hao-4-Artikel mit ID: 1436527

Zum anderen ist Stürmer Rouwen Hennings (Muskelfaserriss) nach knapp fünf Wochen Verletzungspause wieder voll einsatzbereit. Der 22-Jährige hoffte noch bis vor einigen Tagen endlich wieder im Kader zu stehen, doch nach den guten Trainingsleistungen dieser Woche hat Hennings sogar eine Chance auf die Startelf. Und genau dies war wohl auch ein Grund, den der Trainerstab dazu bewegte, ein geschlossenes Training zu absolvieren, um eine neue Formation zu testen. Hennings könnte in der offensiven Mittelfeldreihe oder im Sturm neben Ebbers agieren.