Nord-Ostsee-Bahn

Aufatmen bei Reisenden: NOB und GDL vereinbaren Schlichtung

Am Sonnabend werden die Streikmaßnahmen der GDL beendet. Die Nord-Ostsee-Bahn und die Gewerkschaft haben einer Schlichtung zugestimmt.

Kiel. Fahrgäste der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) können aufatmen. Nach wochenlangen Streiks haben sich die NOB und die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) auf ein Schlichtungsverfahren geeoningt. Damit herrscht auf den allen Strecken der NOB am Sonnabend früh wieder freie Fahrt, wie die GDL mitteilte. Das Verfahren wird vom früheren Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre, geleitet. Während der sechswöchigen Schlichtungszeit besteht Friedenspflicht. Beide Seiten zeigten sich zuversichtlich und gingen optimistisch in die Schlichtung, hieß es.

Die GDL kündigte das Ende ihrer Streikmaßnahmen für Sonnabend früh 2:30 Uhr an. Ihre rund 80 Lokomotivführer bestreikten seit Ende September die NOB-Strecken Hamburg – Westerland, Kiel – Husum, Husum - St. Peter-Ording und Kiel – Eckernförde. Die NOB betrieb die Strecke Kiel – Westerland aber seit Ende September "losgelöst vom Tarifkonflikt", wie eine Sprecherin sagte.

Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) begrüßte die Schlichtung. Im Interesse der Fahrgäste müsse rasch eine Lösung des Konfliktes gefunden werden, erklärte de Jager laut einer Pressemitteilung. (abendblatt.de/dpa)