Öffentlicher Nahverkehr

So sehen Hamburgs neue S-Bahnzüge aus

Heute wurde der Prototyp "ET 474 Plus" von der S-Bahn Hamburg vorgestellt. Der Zug enthält jede Menge Neuerungen - noch fehlt die Zulassung.

Hamburg. Bei der S-Bahn Hamburg hat heute die Zukunft begonnen: "ET 474 Plus" heißt das Projekt. Dabei handelt es sich um einen umgebauten, sozusagen re-designten, S-Bahnzug. Der "ET 474 Plus" ist klimatisiert, hat durchgängige Wagen, sowie ein modernes Informationssystem mit Fahrgast-TV. Für Fahrräder, Kinderwagen oder Rollstühle wurde mehr Platz geschaffen. Die Kosten für den Prototyp betragen vier Millionen Euro.

Ab 2012 soll der "ET 474 Plus" in Hamburg eingesetzt werden. „Dieses Fahrzeug gewährt einen Einblick in die Zukunft der S-Bahn Hamburg. Ein zeitgemäßer Komfort in unseren Zügen ist neben guten Fahrplanangeboten, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ein wichtiges Argument, um vom Auto auf die S-Bahn umzusteigen,“ sagte Kay Uwe Arnecke, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg, bei der Präsentation.

Für die Zulassung des Prototyps durch das Eisenbahnbundesamt sind noch umfangreiche Tests in der Klimakammer der Deutschen Bahn in Minden sowie anschließende Probefahrten notwendig. Dabei werden Bremsen sowie die Fahrdynamik getestet.

Mit rund 12,5 Millionen gefahrenen Kilometern und mehr als 220 Millionen Fahrgästen pro Jahr, einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Tempo 40 sowie einer Energieversorgung ausschließlich aus deutschen Wasserkraftwerken ist die S-Bahn - nach eigenen Angaben - das schnellste und umweltfreundlichste Verkehrsunternehmen im öffentlichen Nahverkehr der Hansestadt.