10.04.12

Krankenkassen

Zahnarztrechnungen werden künftig genauer geprüft

Mehr Kontrolle und ein Preiskatalog sollen für mehr Transparenz sorgen und sicherstellen, dass der Patient nicht zu viel zuzahlen muss.

Von abendblatt.de
Foto: picture alliance
Künftig wollen Krankenkassen auch den Rechnungsteil prüfen, den der Patient selbst zahlen muss. So soll sichergestellt werden, dass die Versicherten keine zu hohen Rechnungen erhalten
Künftig wollen Krankenkassen auch den Rechnungsteil prüfen, den der Patient selbst zahlen muss. So soll sichergestellt werden, dass die Versicherten keine zu hohen Rechnungen erhalten

München. Die Abrechnungen der etwa 54.000 Zahnärzte in Deutschland sollen künftig genauer kontrolliert werden. Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wollen jetzt auch den Teil der Rechnung überprüfen, den die Patienten aus eigener Tasche zahlen müssen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung. Sie beruft sich dabei auf ein Positionspapier, das der Verwaltungsbeirat des GKV-Spitzenverbandes Ende März beschlossen haben soll. Zudem solle es einen eigenen Zuzahlungskatalog für gesetzlich Versicherte geben.

Der stellvertretende Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, sagte der Zeitung: "Wir wollen endlich Transparenz bei den Zahnarztrechnungen." Ein Patient könne nicht beurteilen, ob die Rechnung für die neue Zahnkrone richtig und angemessen sei. "Die Kassen bezahlen den Festzuschuss, aber die tatsächliche Rechnung, die der Patient für den privaten Anteil erhält, sehen sie nie", sagte Stackelberg. Künftig solle auch der private Anteil an einer Zahnarztrechnung von Kassenpatienten an die jeweilige Krankenkasse gehen. "Dann kann sie prüfen, ob der Patient nicht zu viel bezahlen muss", sagte er.

+++ Der Besuch beim Zahnarzt wird deutlich teurer +++

+++ "Online-Zeugnisse" für Zahnärzte +++

Stackelberg versprach zudem, bei einem eigenen Preiskatalog müssten gesetzlich Versicherte deutlich weniger zum Festzuschuss der Kassen für eine Krone oder Brücke zuzahlen. Bislang rechneten die Zahnärzte hier über die Gebührenordnung der privaten Versicherer ab. (dapd/abendblatt.de)

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