25.02.13

Kraftwerkbau

Siemens erhält Großauftrag von türkischem Energieversorger

Deutscher Dax-Konzern soll für Cengiz Enerji ein Gaskraftwerk an der Schwarzmeerküste bauen. Siemens will Joint Venture mit NSN aufkündigen.

Foto: AFP
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Siemens erhält einen 300 Millionen Euro schweren Auftrag aus der Türkei

München/Frankfurt/Bangalore. Im Zuge des Besuchs der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei hat Siemens einen Großauftrag abgestaubt. Der Energieversorger Cengiz Enerji habe ein Gaskraftwerk bestellt, teilte Siemens am Montag mit. Der Auftrag für die Hauptkomponenten und den Service belaufe sich auf 300 Millionen Euro. Das Kraftwerk soll an der Schwarzmeer-Küste entstehen und ab 2015 rund 600 Megawatt Strom liefern.

Derweil plant Siemens einem Zeitungsbericht zufolge eine deutliche Reduzierung seines Anteils am Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks. Wie die "Financial Times" am Sonntag auf ihrer Website unter Berufung auf Siemens-Kreise berichtete, strebten die Münchner an, ihre Beteilung an dem Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia auf unter 20 Prozent zu drücken.

Im April läuft der Joint-Venture-Vertrag zwischen Siemens und Nokia aus. Danach können sich die beiden Partner jeweils die Hälfte gegenseitig zum Kauf anbieten. Sollten beide ablehnen, könnten sie ihre Anteile Dritten andienen.

Beide Unternehmen waren zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Zuletzt hatte es Meinungsverschiedenheiten zwischen Siemens und seinen finnischen Partnern über die Zukunft von NSN gegeben.

Siemens-Aktionäre klagen gegen Osram-Abspaltung

Unterdessen wollen offenbar neun Siemens -Aktionäre gegen die von der Hauptversammlung beschlossene Abspaltung der Konzerntochter Osram klagen. Die Klage werde vor Fristablauf am Montag vor dem Landgericht München erhoben, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Sonnabend. Damit dürfte sich der Osram-Börsengang über den geplanten Termin Ende April hinaus verschieben, so die Zeitung.

Nachdem auf der Hauptversammlung Aktionäre ihren Widerspruch gegen die mit großer Mehrheit beschlossene Abspaltung zu Protokoll gegeben hätten, habe es Gespräche von Siemens mit den opponierenden Anteilseignern gegeben – ohne Ergebnis. Siemens nahm dazu keine Stellung, so die Zeitung.

(rtr)
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