29.01.13

Spielehersteller

"Tiptoi" und 3D-Puzzles halten Ravensburger in der Spur

In einem schwierigen Marktumfeld kletterte der Ravensburger-Umsatz nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr auf 330 Millionen Euro.

Foto: dapd
Ravensburger setzte seinen Wachstumskurs 2012 fort
Ravensburger setzte seinen Wachstumskurs 2012 fort

Nürnberg. Der Vorlesestift "Tiptoi" und Bauwerke als dreidimensionale Puzzles haben dem Spielehersteller Ravensburger 2012 das zwölfte Wachstumsjahr in Folge beschert. In einem schwierigen Marktumfeld, das von der Wirtschaftskrise geprägt war, kletterte der Umsatz der Gruppe nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 330 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montagabend vor Beginn der Spielwarenmesse in Nürnberg mitteilte.

Im laufenden Jahr hält der Vorstandsvorsitzende Karsten Schmidt ein weiteres Plus für möglich. "Wenn die Märkte stabil bleiben, gehen wir davon aus, dass wir leicht wachsen können", prognostizierte er. Zahlen zum Ertrag 2012 wurden nicht genannt. Sie sollen – wie die endgültigen Umsatzzahlen – auf der Bilanzpressekonferenz im Mai veröffentlicht werden.

Größter Geschäftsbereich trotzt der Krise im Euro-Raum

In dem mit 78 Prozent Umsatzanteil größten Geschäftsbereich "Spiele, Puzzles, Beschäftigung" stieg das Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 257,7 Millionen Euro – obwohl der Markt in den für Ravensburger wichtigsten fünf Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien um 1,8 Prozent zurückging.

Zurückzuführen ist dies den Angaben zufolge in erster Linie auf hohe Zuwachsraten eigener Entwicklungen: So waren der bereits Ende 2010 auf dem Markt eingeführte audio-digitale Lernstift "Tiptoi", der inzwischen 2,7 Millionen Mal verkauft wurde, und die neu eingeführte Reihe "3D Puzzle-Bauwerke" echte Bestseller.

Das elektronisch unterstützte Kinderspiel "Schnappt Hubi!", das zum Kinderspiel 2012 gekürt wurde, habe das Geschäft ebenfalls belebt. "Unsere Strategie, Innovationen gezielt zu fördern, sowohl klassische als auch elektronisch unterstützte Produkte zu entwickeln und in neue Fertigungstechniken zu investieren, zahlt sich aus", sagte Schmidt.

Im Bereich "Kinder- und Jugendbuch" sank der Umsatz in der Gruppe um 3,1 Prozent auf 68,1 Millionen Euro und damit deutlich stärker als der Markt (minus 1,8 Prozent). Schmidt erklärte das mit Lieferengpässen von "Tiptoi"-Büchern aufgrund der hohen Nachfrage. Außerdem habe auch der Buchhandel Bestände abgebaut und vorsichtig geordert. Erfreulich entwickelte sich indes das Ravensburger Spieleland: Hier seien aufgrund des "idealen Parkwetters" und neuer Attraktionen mit 349.000 Besuchern 31.000 mehr gekommen als vor einem Jahr. Der Umsatz im Geschäftsbereich "Freizeit und Promotion" kletterte um 11,4 Prozent auf 9,8 Millionen Euro.

(dapd)
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