08.01.13

Mehr Sicherheit

EZB stellt am Donnerstag neuen 5-Euro-Schein vor

Die zweite Banknoten-Generation soll die Währung fälschungssicherer machen. Ab Mai 2013 kommen die ersten neuen Geldnoten in Umlauf.

Von Jörn Bender
Foto: dpa
5-Euro-Schein
In einer Pressemappe sind neue Sicherheitsmerkmale der kommenden "Europa" 5-Euro Scheine zu sehen. Die neuen Scheine kommen im Mai

Frankfurt/Main. Anfassen kann man ihn noch nicht, aber anschauen: Am Donnerstag (10. Januar) präsentiert die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt den neuen 5-Euro-Schein. Die zweite Banknoten-Generation soll vor allem noch sicherer werden, optisch verändern werden sich die Scheine nur leicht. Ab Mai 2013 sollen die neuen Noten der "Europa-Serie" unters Volk gebracht werden.

Seit Jahren wird an den neuen Scheinen getüftelt, im November lüfteten Europas Währungshüter bereits einen Teil des Geheimnisses: Das neue Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins werden das Motiv der griechischen Mythenfigur Europa tragen. Der aufgedruckte Wert wird seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau ändern, wenn man den Geldschein etwas neigt.

Die neuen Sicherheitsmerkmale sollen es Fälschern schwerer machen, die Noten zu kopieren - noch schwerer. Denn zuletzt waren die Falschgeldzahlen sowohl in Deutschland als auch in den 17 Eurostaaten insgesamt rückläufig. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele erklärte: "Rein rechnerisch kommt jeder Bürger in Deutschland nur einmal in 2000 Jahren mit Falschgeld in Berührung."

Unverändert bleibt das Material der Scheine: Auch die überarbeiteten Noten werden auf Baumwollpapier gedruckt. Erhalten bleiben auch die Stückelung von 5- bis 500-Euro sowie die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt, stehen auch künftig für Europa - Fantasiearchitektur als klassischer europäischer Kompromiss.

Bis die neuen 5-Euro-Scheine von diesem Mai an in Umlauf gebracht werden, sollen sie in der Tresoren der nationalen Notenbanken lagern. Wann die weiteren neuen Banknoten eingeführt werden, darüber schweigt sich die EZB bislang aus.

Verbraucher müssen im Jahr zwölf nach Einführung des Euro-Bargeldes Anfang 2002 nun aber nicht ihre Sparschweine leeren und alte Scheine zur Bank tragen: Die bisherigen Euro-Noten bleiben gültig und werden nach und nach von Zentralbanken wie der Deutschen Bundesbank aus dem Verkehr gezogen. Und auch nach Ablauf der Gültigkeit können Verbraucher alte Euro-Scheine bei einer Notenbank umtauschen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte im November versichert: "Ihren Wert behalten die Banknoten der ersten Serie für immer."

Wie Verbraucher Falschgeld erkennen

Falschgeld fühlt sich zu glatt an. Zweifeln Verbraucher an der Echtheit einer Banknote, sollten sie mit dem Zeigefinger über den Schriftzug mit den fünf Abkürzungen für Europäische Zentralbank fahren, rät Julia Topar vom Bankenverband. Die Kürzel "BCE ECB EZB EKT EKP" oben auf der Vorderseite sind ganz leicht erhaben, wurden also von hinten in das Papier gestanzt.

Etwas hervorgehoben ist auch das Trapez, das nur wenige Millimeter links unter dem Schriftzug liegt. Außerdem ist die Qualität des Papiers eine besondere. Fühlt es sich komisch an, etwa dünner oder nicht so fest, kann das ein Zeichen für eine Blüte sein. Das spürten nicht nur Experten, sagt Topar. "Wir haben ja jeden Tag Geld in der Hand."

Zum Fühlen kommt das Sehen: In jeden Schein seien mehrere sichtbare Merkmale eingearbeitet, sagt Topar. So wird beispielsweise die Wertzahl – auf der Vorderseite oben links – erst im Gegenlicht vollständig sichtbar.

Flach auf dem Tisch liegend sind nur ein paar gebogene Balken zu erkennen. Darunter sind Wasserzeichen eingearbeitet, die man auch fast nur im Gegenlicht sieht. Dabei handelt es sich immer um ein Bauwerk und die Wertzahl.

Wer noch immer zweifelt, sollte den Schein kippen. Auf der Vorderseite muss dann das Hologramm, der glänzende Streifen rechts, in verschiedenen Farben schimmern. Es sieht aus, als wanderten die Farben hoch und runter.

Zeigen die Tests, dass der Schein eine Blüte ist, muss er zur Polizei. Die Hausbank kann helfen, die letzten Zweifel aus dem Weg zu räumen. Den verlorenen Wert erstattet allerdings niemand. Wer Falschgeld erkenne, aber nicht anzeige, müsse mit einer Geldstrafe bis zu 100 000 Euro rechnen, warnt Topar.

Fälscher drucken am häufigsten 20- und 50-Euroscheine nach, sagt Topar. "Aber grundsätzlich sind Euroscheine schwer zu fälschen." Die Europäische Zentralbank (EZB) will Banknoten trotzdem noch sicherer machen: Vom kommenden Jahr an sollen angeblich schrittweise neue Noten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen in Umlauf kommen. (dpa)

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