02.01.13

Statistisches Bundesamt

Verbraucherpreise ziehen zum Jahresende kräftig an

Weihnachtsurlaub entpuppte sich als Kostentreiber. Unerwartete Steigerung. Aber der Inflationsdruck lässt 2012 nach.

Foto: dpa
Inflation in Deutschland
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zum Jahresende unerwartet deutlich gestiegen

Wiesbaden. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zum Jahresende unerwartet deutlich gestiegen. Sie lagen im Dezember voraussichtlich 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen am Mittwoch mitteilte. Im November hatte die jährliche Teuerungsrate 1,9 Prozent erreicht. Volkswirte hatten für Dezember eine konstante Rate vorhergesagt.

Auf das gesamte Jahr 2012 gerechnet ließ der Inflationsdruck aber nach. Im Jahresdurchschnitt kletterten die Verbraucherpreise 2012 um 2,0 Prozent, wie die Statistiker erklärten. Das war ein geringerer Anstieg als die 2,3 Prozent von 2011. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent von einer stabilen Preisentwicklung aus.

Im Vergleich zum November zogen die Preise hierzulande im Dezember den Angaben zufolge um 0,9 Prozent an. Preistreiber waren nach Angaben der Statistiker wie zu jedem Jahresende gestiegene Kosten für Pauschalreisen und Ferienwohnungen im Weihnachtsurlaub.

Deutsche Wirtschaft: Daten und Fakten

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17 Ländern der Währungsunion ging laut europäischem Statistikamt Eurostat im dritten Quartal um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück.

Auch im zweiten Quartal gab es bereits einen Rückgang. Zwei Quartale Minuswachstum in Folge ist die gängige Definition einer Rezession.

 In Deutschland legte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal auf Jahressicht zwar leicht um 0,2 Prozent zu. Allerdings bedeutete das eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem ersten Halbjahr.

Im September musste die Automobilindustrie mit einem Minus bei den Erlösen von 7,4 Prozent die höchsten Einbußen unter den umsatzstarken Wirtschaftszweigen in Deutschland gegenüber August hinnehmen.

Der Maschinenbau konnte laut Statistischem Bundesamt dagegen ein Plus von 0,6 Prozent verbuchen.

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums zeichnet sich für das Winterhalbjahr vorübergehend eine schwächere Entwicklung ab, nachdem die ersten drei Quartale noch von einer Aufwärtsentwicklung geprägt waren.

Im Jahresgutachten der fünf Weisen wird prognostiziert, dass die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal stagnieren und im neuen Jahr wieder leicht wachsen wird.

Insgesamt soll sich das deutsche BIP in diesem und im kommenden Jahr jeweils real um 0,8 Prozent erhöhen. (dapd)

Der Ifo-Index
Der Ifo-Index
Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Lange bevor sich das Auf und Ab der Wirtschaft in amtlichen Zahlen niederschlägt, bildet der seit Jahrzehnten erhobene Wert recht zuverlässig die Lage ab.
Dafür befragen die Wirtschaftsforscher des ifo Instituts in München einmal pro Monat quer durch Deutschland rund 7000 Firmen – von kleinen Geschäfte bis hin zu großen Konzerne mit tausenden Beschäftigten.
Dabei ist der Kern der Erhebung denkbar unspektakulär.
Per Mail, Post oder Fax kommt der Bogen und enthält rund ein Dutzend Fragen zur Einschätzung der aktuellen Lage und zu Erwartungen für die nächsten sechs Monate.
Die Firmen müssen etwa ankreuzen, wie sie die Auftragslage beurteilen, ob sie ihre Preise erhöhen oder Personal einstellen wollen.
Die wichtigste Antwort wird an erster Stelle abgefragt: "Wir beurteilen unsere Geschäftslage als..."
Darauf können die Firmen mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" antworten.
Ein Computerprogramm berechnet später aus den Werten die Statistik. (dpa)
(dapd)
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