02.01.13

Umfrage

Industrie der Euro-Zone bleibt auf Rezessionskurs

Lediglich Irland meldete ein Wachstum. In Deutschland, Spanien, Österreich und Griechenland beschleunigte sich die Talfahrt dagegen.

Foto: ZB/DPA
Schwierige Metall-Tarifrunde erwartet
Ein Mitarbeiter der Weygandt Schweiss- und Metallprodukte GmbH in Bischleben arbeitet an einem vollautomatischen Knickarmroboter. Die Industrie der Euro-Zone bleibt auf Rezessionskurs

Berlin. Die Euro-Zone ist zum Jahresende voraussichtlich noch tiefer in die Rezession gerutscht. Darauf deutet der erneute Rückgang des Einkaufsmanagerindex für die Industrie hin, einem der wichtigsten Konjunkturbarometer für die Währungsunion. Er fiel im Dezember um 0,1 auf 46,1 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 3000 Unternehmen mitteilte. Das Barometer blieb damit deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

"Der Industriesektor steckte auch im Dezember tief in der Rezession", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Die Produktion dürfte im vierten Quartal um etwa ein Prozent geschrumpft sein. "Folglich könne sich auch der Rückgang der Wirtschaftsleistung beschleunigt haben – wahrscheinlich sogar erheblich." Im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent geschrumpft, im zweiten Vierteljahr um 0,2 Prozent.

Lediglich Irland meldete am Jahresende ein Wachstum. In Deutschland, Spanien, Österreich und Griechenland beschleunigte sich die Talfahrt dagegen, während sie sich in Frankreich, Italien und den Niederlanden verlangsamte.

Die Exportaufträge schrumpften in der Euro-Zone bereits den 18. Monat in Folge. Allerdings fiel der Rückgang weniger gravierend aus als in den zurückliegenden acht Monaten. Die Unternehmen bauten bereits den elften Monat in Folge Arbeitsplätze ab. Lagerbestände und Einkaufsmengen wurden erneut stark reduziert. Die Auftragsbestände wurden hingegen so zügig abgebaut wie seit einem halben Jahr nicht mehr.

(reuters)
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