04.12.12

Deutsche Autoindustrie

USA stützen Autokonzerne – erhöhte Produktion 2013

Während die Autobauer hierzulande 2013 mit einem schwierigen Jahr rechnen, ziehen die Absätze in den USA und in Asien an.

Foto: dpa
Matthias Wissmann
Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): Eines ist gewiss – das Jahr 2013 wird uns fordern, es wird ein hartes Arbeitsjahr

Berlin/Hamburg. Die starke Nachfrage in Übersee bewahrt die deutsche Automobilindustrie in diesem Jahr vor dem Ärgsten. Während sich die Verbraucher in vielen europäischen Staaten mit hoher Arbeitslosigkeit keine Neuwagen leisten können und der gesättigte deutsche Markt ebenfalls schrumpft, läuft es für deutsche Premiumhersteller besonders in den USA und in Asien rund. In Amerika wuchsen die deutschen Premiumhersteller im November deutlich stärker als ihre örtlichen Konkurrenten.

Die Krise in der Eurozone wird im nächsten Jahr andauern - davon geht der Verband der Automobilindustrie (VDA) aus: "Der Gegenwind nimmt zu. Eines ist gewiss – das Jahr 2013 wird uns fordern, es wird ein hartes Arbeitsjahr", sagte VDA-Chef Matthias Wissmann am Dienstag in Berlin. Die Prognose des Verbands für 2013 fällt denn auch verhalten aus: Der Verband rechnet mit einem Rückgang der Neuzulassungen in Deutschland auf rund drei Millionen nach 3,1 Millionen Fahrzeugen, die in diesem Jahr erwartet werden. Die Inlandsproduktion werde im nächsten Jahr dank des stabilen Exports nach Übersee voraussichtlich geringfügig zulegen.

Im November sanken die Neuregistrierungen in Deutschland Branchenangaben zufolge um drei Prozent auf 260.000 Einheiten. Seit Jahresbeginn kamen knapp 2,9 Millionen Fahrzeuge neu auf die Straßen, zwei Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Damit hält sich die Nachfrage auf Europas größtem Pkw-Markt weiterhin stabiler als in vielen Nachbarländern, wo wegen der Krise in den Schuldenstaaten Südeuropas kaum neue Wagen verkauft werden. In Frankreich waren die Neuzulassungen im November um knapp ein Fünftel weggebrochen.

Dagegen fühlen sich die deutschen Oberklassehersteller mit teils hohen zweistelligen Zuwachsraten in den USA wie im Schlaraffenland. BMW steigerte seinen Absatz im November auf dem nach China weltweit zweitgrößten Pkw-Markt um 39 Prozent und lag damit einen Monat vor Jahresschluss rund 30.000 Einheiten vor dem Rivalen Daimler. Der Stuttgarter Konzern verkaufte im vergangenen Monat 15,6 Prozent mehr Fahrzeuge als vor Jahresfrist. Volkswagen steigerte den Absatz um knapp 30 Prozent, die ebenfalls zum Wolfsburger Konzern gehörende Sportwagenmarke Porsche sogar um mehr als 70 Prozent.

Als Grund für das hohe Wachstum führten Experten den Sturm "Sandy" im Oktober an, durch den viele Verkäufe in den November verschoben worden seien. Die Opel-Mutter GM begründete ihr vergleichsweise geringes Wachstum von drei Prozent damit, dass sie an der vom Sturm betroffenen Ostküste weniger Fahrzeuge verkaufe als in anderen Regionen der USA. Ford legte um 6,5 Prozent zu. Am stärksten unter den drei US-Autobauern steigerte sich die von Fiat kontrollierte Marke Chrysler (plus 14,4 Prozent).

Auch in China waren die Nobelkarossen von BMW, Daimler und der VW-Tochter Audi zuletzt gefragt. Dadurch können die deutschen Premiumhersteller den Absatzrückgang in ihrer Heimat abfedern, während die Konkurrenz von Opel und Peugeot über Werksschließungen diskutiert. Ford hat bereits angekündigt, in den nächsten Jahren drei Werke mit 5700 Beschäftigten zu schließen.

(rtr)
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