30.11.12

Euroraum

EZB-Chef Draghi sieht kein schnelles Ende der Euro-Krise

Der oberste Notenbanker rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 mit einer Erholung und widerpricht damit Hollande.

Foto: dpa
Mario Draghi
EZB-Chef Mario Draghi dämpft die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Euro-Krise

Paris. Der Präsident der europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Euro-Krise gedämpft. Die Krise sei noch nicht überwunden, sagte Draghi am Freitag bei seinem Besuch in Paris dem Radiosender Europe-1. Er rechne erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit einer Erholung.

Die Herabstufung Frankreichs durch die Ratingagentur Moody's vergangene Woche bezeichnete der EZB-Präsident, der am Mittag von Präsident François Hollande empfangen wurde, als Signal.

"Wir sind noch nicht aus der Krise raus", warnte Draghi. In den vergangenen Monaten habe sich die Lage an den Finanzmärkten allerdings beruhigt. "Dieser relative Frieden sollte uns den Weg weisen". Der EZB-Präsident widersprach mit seiner Äußerung Hollande, der die Eurozone nach der Einigung auf ein neues Hilfspaket für Griechenland schon auf dem Weg aus der Finanzkrise sah.

Den Verlust der Rating-Bestnote AAA für Frankreich bezeichnete Draghi als Signal, das die Politiker ernst nehmen müssten. Der Schlüssel für Frankreich liege in der Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit: "Die strengen Regeln müssen abgeschafft werden", forderte der EZB-Präsident.

Die Regierung hatte Steuererleichterung über 20 Milliarden Euro beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Nach seinem Gespräch mit Hollande am Mittag im Elysée-Palast äußerte sich Draghi nicht noch einmal.

(dapd)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos

Ein Hafenarbeiter blickt von einer Containerbrücke am Burchardkai auf die „Christophe Colomb“ von CMA CGM. Das Unternehmen hat jetzt die OPDR gekauft.
Brightcove Videos

Die Oldenburg-Portugiesische Dampfschiffs-Rhederei wird vom französischen Reeder CMA CGM übernommen. Ob das Unternehmen den Hauptsitz in Hamburg behält, ist nicht klar. 300 Jobs sind betroffen. mehr »

Top Bildergalerien mehr
Hamburg

Promis verkaufen Teddys für Leuchtfeuer

Hamburg-Mitte

Kohlenmonoxid-Vergiftungen in St. Georg

Aus Oldenburg

Forscher züchten ultimativen Grünkohl

Hamburg

Musikpreis Hans in Hamburg verliehen

tb_reisemarkt.jpeg
Der Reisemarkt

Aktuelle Reise- und Urlaubsangebotemehr

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr