26.11.12

Deutscher Industrieverband

Ulrich Grillo ist neuer BDI-Präsident

Der 53-jährige Unternehmer Ulrich Grillo wird Anfang nächsten Jahres Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Foto: dapd
Hans-Peter Keitel (l.), Ulrich Grillo
BDI-Chef Hans-Peter Keitel (l.) wird 2013 sein Präsidentamt an seinen Vize Ulrich Grillo abgeben

Berlin. Ulrich Grillo, der bisherige Vize-Chef wird im kommenden Jahr den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) führen. Der BDI hat den 53-jährigen Familienunternehmer am Montag zum neuen Präsidenten gewählt.

Dies teilte der BDI in Berlin mit, nachdem zuvor die Mitgliederversammlung den bisherigen Vizepräsidenten in geheimer Abstimmung gewählt hatte. Grillo ist der 13. Präsident des Industrieverbandes.

Er wird am 1. Januar 2013 den 65-jährigen Hans-Peter Keitel ablösen, dessen Amtsperiode turnusgemäß ausläuft. Keitel wird satzungsgemäß nun Vizepräsident beim BDI.

Der BDI ist die Spitzenorganisation der deutschen Industrie und der industrienahen Dienstleister. Er spricht für 38 Branchenverbände, 15 Landesvertretungen und eigenen Angaben zufolge für mehr als 100.000 Unternehmen mit rund acht Millionen Beschäftigten.

Grillo war seit 2006 Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und seit 2011 Vizepräsident des BDI. Der Betriebwirt ist verheiratet und hat zwei Töchter. Der künftige BDI-Präsident führt seit 2004 das Familien-Metallunternehmen Grillo-Werke, das seine Ursprünge tief im 19. Jahrhundert hat.

Zuvor absolvierte er eine Banklehre und arbeitete einige Jahre bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Arthur Andersen & Co. Zudem war er als Unternehmensberater und als Vorstandsmitglied in der Rüstungsindustrie tätig.

BDI: Bundesverband der Deutschen Industrie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie wurde im Oktober 1949, fünf Monate nach Gründung der Bundesrepublik, als "Ausschuss für Wirtschaftsfragen der industriellen Verbände" ins Leben gerufen. Wenige Monate später nahm er seinen heutigen Namen an.

Er ist die Spitzenorganisation von zurzeit 38 Fachverbänden der deutschen Industrie und industrienaher Dienstleistungen und vertritt deren Interessen gegenüber der Politik.

Er ist einer der vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft. Die anderen sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Der erste Abschnitt der Geschichte des BDI war unter anderem von dem Bemühen geprägt, die deutsche Industrie etwa gegenüber den Besatzungsmächten und im Ausland zu rehabilitieren.

Ihr werden ein erheblicher Anteil am Zustandekommen der NS-Diktatur und Profite durch die kriegstreibende Politik der nationalsozialistischen Machthaber zugeschrieben.

Neben einem deutlichen Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft prägt heute die Betonung der Bedeutung des industriellen Sektors - auch gegenüber dem Dienstleistungssektor – die Aktivitäten des als eingetragener Verein organisierten BDI.

Aktuell geht es darum, die "Industrie als Wachstumskern unserer Volkswirtschaft", ohne die die derzeitige Wirtschaftskrise nicht zu überwinden sei, in den Köpfen der Meinungsmacher zu verankern.

Wettbewerbsfähigkeit, Wachstumsorientierung und Standortstärkung zählen zu den BDI-Zielen. Er ist keine Arbeitgebervertretung im tarifpolitischen Sinn.

Die 38 Mitgliedsverbände repräsentieren nach BDI-Angaben mehr als 100.000 Unternehmen, die wiederum gut acht Millionen Beschäftigte zählen. 98 Prozent der Unternehmen sind demnach mittelständisch strukturiert, mehr als 90 Prozent Familienunternehmen. (dapd)

dpa/rtr/dapd/ha
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