08.11.12

Flugzeuge Hohe Nachfrage verleiht Luftfahrtindustrie Flügel

Flugzeug und Sonne

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Flugzeug und Sonne

HWWI: Weltweit werden bis 2031 mehr als 32.000 Maschinen gebraucht. Branche sichert derzeit in Hamburg 22.000 Arbeitsplätze.

Hamburg. Die norddeutsche Luftfahrtindustrie darf in den kommenden Jahren auf kräftigen Aufwind hoffen. Bis zum Jahr 2031 werden weltweit bis zu 32 000 neue Flugzeuge gebraucht, wie eine am Donnerstag vorgestellte Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag von Airbus ergab. "Davon wird Norddeutschland profitieren", sagte HWWI-Direktor Thomas Straubhaar.

Mit wachsendem Wohlstand steige die Zahl derjenigen, die mit dem Flugzeug fliegen, begründete Straubhaar seine "optimistische Prognose". Vor allem in Südostasien und Nordamerika werde die Nachfrage weiter deutlich zunehmen. Schon jetzt werden der Studie zufolge mehr als 60 Prozent der Umsätze der bundesweiten Branche im Ausland erwirtschaftet.

Die Luftfahrtindustrie ist laut Straubhaar für rund 100 000 Arbeitsplätze in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen verantwortlich, 35 000 Menschen würden direkt im Luft- und Raumfahrzeugbau arbeiten – mit steigender Tendenz. Während der Studie zufolge die Industriebeschäftigung in Norddeutschland insgesamt rückläufig ist, gibt es in der Luftfahrt seit 2007 ein jährliches Beschäftigungsplus von einem Prozent. Dies sei ein sehr positiver Erfolg, so Straubhaar.

Allein in Hamburg arbeiteten im vergangenen Jahr rund 22 000 Menschen im Luft- und Raumfahrzeugbau, mehr als ein Viertel der in dieser Branche bundesweit Beschäftigten. Mehrere Airbus-Werke, die Lufthansa-Werft, der Flughafen Hamburg sowie mehrere hundert Zulieferfirmen machen die Metropolregion zu einer der weltweit wichtigsten Luftfahrt-Standorte. "Wir sehen eine langfristige Perspektive, dass Norddeutschland für die Luftfahrt in ganz Europa wichtig bleiben wird", sagte Airbus-Sprecher Florian Seidel.

In den vergangenen Jahren habe sich das weltweite Luftverkehrsaufkommen alle 15 Jahre verdoppelt. "Und dies wird wohl so bleiben." So sei alleine der A 320, ein Kurz- und Mittelstreckenflieger, im vergangenen Jahr in Hamburg-Finkenwerder 217 Mal ausgeliefert worden, sagte Seidel.

Damit die Branche weiter ein "Wohlstandsmotor für Norddeutschland" sein könne, müssten Bildungs- und Forschungskapazitäten ausgebaut sowie Fachkräfte gewonnen werden, forderten die Autoren der Studie "Im Steigflug