06.11.12

Autohersteller "Auf Kurs": Trotz Krise läuft es rund für BMW

BMW Quartalszahlen

Foto: dpa

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Ungeachtet der Absatzkrise in Europa steigert der Nobelhersteller BMW den Gewinn – dank der großen Märkte China und USA.

München. BMW scheint von der Autokrise in Europa unberührt – im dritten Quartal erzielte die Nobelmarke Bestwerte. Vor allem dank kräftig wachsender Verkaufszahlen in den USA und in China kletterte der Umsatz zwischen Juli und September um fast 14 Prozent auf rund 18,8 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Dienstag mit. Unter dem Strich verdienten die Münchner knapp 1,29 Milliarden Euro – 16 Prozent mehr als vor einem Jahr. BMW ist damit auf dem besten Weg, 2012 ein weiteres Rekordjahr zu verbuchen.

"Wir rechnen auch im vierten Quartal mit einer positiven Absatzentwicklung, wobei wir uns wie die gesamte Branche weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert sehen", sagte Vorstandschef Norbert Reithofer. Weltweit hat BMW im dritten Quartal 435.000 Autos verkauft. "Wir liegen auf Kurs, neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern zu erreichen." Bis Jahresende will BMW mehr als 1,7 Millionen Autos verkauft haben.

Von Januar bis September hat der Erzrivale von Audi und Daimler bereits mehr als 1,3 Millionen geschafft. Während BMW in den USA und in China in dieser Zeit deutlich zulegte, bremste die Absatzkrise den Konzern in Europa deutlich, wenngleich mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent und rund 640.000 verkauften Autos auf dem Heimatkontinent noch immer ein Plus in den Büchern steht. Fast die Hälfte seiner Autos setzt der Dax-Konzern nach wie vor in Europa ab.

Und dort bleibt die Lage insgesamt schwierig. "Insbesondere die zunehmende Kaufzurückhaltung in den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern stellt einen wesentlichen Risikofaktor für die Zukunft dar", heißt es im Quartalsbericht. Reithofer sagt: "Wir spüren derzeit wie auch die gesamte Branche einigen Gegenwind." Bis auf weiteres, schreibt BMW, werde die Staatsschuldenkrise in Europa erheblichen Einfluss auch auf die weltweite Konjunkturdynamik haben. Alle Vorhersagen beruhten darauf, dass die Lage nicht schlimmer wird.

Große Hoffnungen setzt BMW weiter vor allem auf Schwellenländer wie China, Brasilien oder Russland. "Allerdings ist auch für die großen Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien bis auf weiteres nicht mit den gewohnt hohen Wachstumsraten zu rechnen", heißt es im Quartalsbericht. Dazu kommen, dass die Sparpolitik in fast allen Industriestaaten den Wachstumsausblick dämpfe.